K u l i s s e n s c h i e b e r e i
In der gestrigen Sitzung des so genannten "Runden Tisches" versuchte die K+S Kali GmbH nachzuweisen, dass die Lösung ihrer Entsorgungsprobleme durch Anwendung fortschrittlicher Technologien für das Unternehmen nicht zumutbar sei. Diese Behauptung blieb jedoch unüberprüfbar, weil das Unternehmen in Abwesenheit der K-UTEC AG lediglich diejenigen Gutachter aufbieten konnte, die in den letzten Jahren zuverlässig keinerlei technische Lösungen hatten finden können. Die Sitzung des Runden Tisches geriet so zu einem Kurzdurchlauf vorangegangener Veranstaltungen.
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Der Kali-Abbau an der Werra durch den Kasseler Großkonzern K+S ist ein Milliarden-Geschäft. Doch der Preis dafür ist hoch: Salzlauge bedroht das Grundwasser, verändert die Natur. Dabei könnte eine alternative Abbau- methode alles ändern...
Pressemitteilung
der Gemeinde Gerstungen,
des Umweltverbandes Bürgerinitiative "Für ein lebenswertes Werratal" e.V.
und des Naturschutzverbandes "Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen" e.V.
vom 15. April 2013

Der K+S Kali GmbH wird vorgeworfen, die Entwicklung individuell angepasster Verfahren zur Lösung ihrer Entsorgungsprobleme zu behindern. Der "Runde Tisch" hatte beschlossen, eine entsprechende Untersuchung in Auftrag zugeben und damit die "bestverfügbaren Techniken" für die Kali-Industrie zu entwickeln. Der Kalihersteller hat offenbar verhindert, dass die Leitung des Runden Tisches dieses Gutachten in Auftrag geben konnte.

Nachdem der Düngemittelhersteller Kali & Salz jahrzehntelang behauptet hat, dass der Kalibergbau und damit tausende von Arbeitsplätze nur durch die billigsten Entsorgungstechnologien der festen und flüssigen Abfälle garantiert werden können, war endlich eine positive Wende zu Gunsten unserer Umwelt in Sicht.

Der "Runde Tisch Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion" hatte am 18. September 2012 beschlossen, alle Abwässer der K+S Kali GmbH von dem Salz- und Bergwerksspezialisten K-UTEC AG (Sondershausen) untersuchen zu lassen. Mit Verfahren dieses Unternehmens wird weltweit eine abstoßfreie Kalidüngerproduktion betrieben. Die Untersuchung sollte klären, ob die Verfahren auf das Werra- und Fuldarevier übertragen werden können. Den Auftrag hat die Leitung des Runden Tisches jedoch nicht vergeben, der Runde Tisch selbst soll erst in seiner Sitzung im Mai 2013 darüber informiert werden. Dies berichtete der Vorsitzende der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V. auf der heutigen Tagung des Vereins in Gieselwerder.
Guten Tag, meine Damen und Herren,
die K+S Kali GmbH plant, Teile ihrer im Fuldarevier und im Werrarevier erzeugten Abwässer über eine Pipeline an die Oberweser zu transportieren und bei Gieselwerder in den Fluss zu leiten. Inzwischen ist im Internet eine online-Petition eingerichtet worden, die sich gegen diesen Plan wendet und an das Regierungspräsidium in Kassel als Genehmigungsbehörde gerichtet ist. Über den nachfolgenden Link erreichen Sie diese Petition; Sie können sich dort informieren und die Petition unterzeichnen:
Ich bin der Überzeugung, dass mit dieser Petition die Ziele der Anrainerkonferenz und der Klagegemeinschaft unterstützt werden. Ich bitte Sie deshalb, die Petiton ebenfalls zu unterzeichnen, sie innerhalb Ihrer Kommune/Ihres Verbandes/Vereins zu verbreiten und die Unterzeichnung aktiv zu bewerben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Walter Hölzel
Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

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HNA-Artikel