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Einheitsgemeinde Gerstungen
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Im Brennpunkt

Do 18.12.2014 10:57

Homepage www.wasser-in-not.de unter Beschuss

Leserbrief Johannes Woth, Dippach


Ich bin zu Beginn der Proteste gegen die Verschmutzung der Werra durch Kaliabwässer von einem hessischen Bürger einmal gefragt worden: …warum habt ihr denn nicht gegen die 10-fache Schmutzung durch die DDR-Kaliwerke demonstriert?...
Ich stellte ihm eine Gegenfrage: …du warst doch sicher auch mal zu Besuch in der DDR und man hat dir am Grenzübergang in Wartha das Auto grundlos halb auseinander genommen, da hast du dich doch sicher richtig aufgeregt…?Antwort: Ich bin doch nicht verrückt, sollten die mich denn einsperren!...???
Soweit zur Vergangenheit, nun zur Gegenwart. Kritiker der Kaliabfallentsorgung bekommen nunmehr bei Androhung von gerichtlichen Verfahren den Mund verboten. (siehe Internet - Wasser in Not)
Darf ein Bürgermeister von Gerstungen sich keine Sorgen und Gedanken um den Erhalt des Trinkwassers machen und diese zum Ausdruck bringen oder der Zusammenschluss der Anliegergemeinden an Werra und Weser die Entsorgungsstrategie eines Kaliunternehmens kritisieren und Schlussfolgerungen ziehen???
Dieses Unternehmen K+S darf jedoch behaupten, z. Bsp. in seinem Umweltbericht des Jahres 2001 …Ende 2000 hat das Werk Neuhof-Ellers einen neuen Versenkbrunnen in Betrieb genommen. Hierdurch ist auch für die Zukunft sichergestellt, dass die bei der Kaliproduktion zwangsläufig anfallenden salzigen Abwässer versenkt werden können…
Dieser Bericht wurde 2002 veröffentlicht und fünf Jahre später wird die Lauge per Tankwagen an die Werra gefahren und eine Pipeline an die Werra gebaut. Ist die Zukunft bei K+S so kurzlebig?
Oder in dem Versenkantrag für die Gerstunger Mulde im Jahre 2007 wird felsenfest behauptet, dass der Plattendolomit dicht sei und nur kurze Zeit später wird in einem anderen Antrag zur Versenkung in den Plattendolomit von lokal vorhandenen Verbindungen zum Bundsandstein gesprochen. In diesen sogenannten Entlastungsgebieten erfolgt eine Vermischung des für den menschlichen Verzehr schädlichen Formationswasser mit dem im Bundsandstein vorhanden Grundwasser.
Ich zitiere den Thüringer Umweltminister: Das Grundwasser ist und bleibt unser Lebensmittel "Nr. 1".
Und so gibt es noch viele Beispiele, über die wir künftig nach Willen von K+S zu schweigen haben sollen.
Hier noch ein Hinweis an die Justiziare von K+S und an die hessische Landesregierung, ich wundere mich, dass die Produktionseinstellung in Unterbreizbach zeitgleich mit der Entscheidung der Bundesregierung zur Festlegung eines Atommüll-Endlagers erfolgen soll. Wie gesagt, ich hüte mich etwas zu behaupten, aber wundern darf man sich bestimmt noch?

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