Aktuelles Gemeindeportrait Rathaus Bürgerservice Wohnen & Wirtschaft Freizeit & Tourismus Bildung & Soziales
Einheitsgemeinde Gerstungen
Ortsteile: Gerstungen | Lauchröden | Oberellen | Unterellen | Neustädt | Sallmannshausen
Ortsteil LAUCHRÖDEN
Aktuelles
Aktuelles
  Veranstaltungen  
  Bekanntmachungen  
  Ausschreibungen  
  Auftragsvergabe  
  Wahlen  
  Wetter  
  Amtsblatt  

Im Brennpunkt

Di 23.07.2013 14:50

PM 23. Juli 2013 WWA: Quicker-Gutachten bestätigt: WerraWeser-Schutz ist machbar

In seinem am 23. Juli 2013 vorgestellten Gutachten bestätigt der Gutachter der Klagegemeinschaft,
Prof. Dr. Quicker (RWTH Aachen), dass die Abwärme von Kraftwerken genutzt
werden kann, um die Abwässer der K+S Kali GmbH kostengünstig einzudampfen.
Der anschließende untertägige Versatz der festen Reststoffe ermöglicht eine Kalidüngerproduktion,
die ohne den Abstoß von Salzlaugen auskommt.
Das Gutachten belegt auch die Annahme, dass die Abwärme von Kraftwerken (unterhalb einer Temperatur
von 110 Grad Celsius) kostengünstig zum fraktionierenden Eindampfen der K+S-Abwässer genutzt
werden kann. Damit ist es möglich, die in den Abwässern enthaltenen Wertstoffe gewinnbringend
zu nutzen.
Das Gutachten ergänzt die bereits im Jahre 2011 fertig gestellt Expertise der K-UTEC AG zur Aufbereitung
der Haldenlaugen aus Neuhof/Ellers und der Q-Lauge aus Wintershall. Es ist damit jetzt nachgewiesen,
dass zumindest zwei Abwässer der K+S Kali GmbH mit positivem ökonomischem Ergebnis
aufgearbeitet und die Reststoffe durch unterirdischen Versatz beseitigt werden können. 1,7 Millionen
Kubikmeter Abwässer können pro Jahr eingespart werden.
Das Eindampfen der Haldenlaugen aus Neuhof/Ellers mit dem anschließenden untertägigen Versatz
der Rückstände, ohne Wertstoffgewinnung, erhöht die Kosten der dort hergestellten Produkte lediglich
um 2,5 bis 2,8%. Dies liegt weit unter der jährlichen Schwankungsbreite der Düngerpreise und ist für
das Unternehmen zumutbar.
Wenn aus beiden Abwassersorten mit den K-UTEC-Verfahren die noch enthaltenen Wertstoffe gewonnen
werden, dann sind zusätzliche Einnahmen von 54 Mio. Euro/Jahr und ein Gewinn von 30 Mio. Euro/
Jahr zu erwarten.
Das Regierungspräsidium Kassel als Genehmigungsbehörde ist nun aufgerufen, die bisher von K+S
und der Leitung des Runden Tisches verweigerte Untersuchung der restlichen Abwässer der K+S Kali
GmbH in die Wege zu leiten und auf die Unabhängigkeit von den Interessenträgern zu achten.
Der Runde Tisch ist ein informelles Gremium, das über keine eigene Sachkompetenz verfügt. Er wurde
von den Verfahrensgegnern der Anrainerkommunen gegründet und dominiert; seine Leitung wird mit K+S-Geldern bezahlt. Von daher erklärt sich wohl auch die irritierende Tatsache, dass es dem Runden
Tisch in den letzten fünf Jahren nicht gelungen ist, einer technischen Lösung der Werra-Weser-Versalzung
auch nur einen Schritt näher zu kommen.
"Es wäre nach unserer Meinung eine Dienstpflichtverletzung, wenn der Regierungspräsident eine seiner
wesentlichen Pflichten weiterhin einem informellen und abhängigen Gremium überträgt. Die Leitung
des Runden Tisches muss von dieser Aufgabe entlastet werden", so Dr. Walter Hölzel, Vorsitzender
der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
"Es ist auch unzumutbar, dass die betroffenen Anrainer der Flüsse den Stand der Technik in der Kali-
Industrie selbst und auf eigene Kosten ermitteln müssen, dazu ist vielmehr die Genehmigungsbehörde
verpflichtet", so Hölzel weiter.
Der Verursacher der Flussgebietsversalzung scheint an einer technischen Lösung ebenfalls kein Interesse
zu haben. Er setzt stattdessen auf die Primitivtechnologie einer "Fernentsorgung" über eine
Rohrleitung an die Oberweser.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.wasser-in-not.de

Dr. Walter Hölzel
Vorsitzender Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
fon 05545-95 01 08
mobil 0176-597 36 996
WWA.eV@web.de

Download

Druckversion