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Mo 19.09.2011 09:00

Hessische Fachbehörde empfiehlt Einstellung der Versenkung von Salzabwasser - Gerstungen sieht Ängste bestätigt

Pressemitteilung der Gemeinde Gerstungen

Die Gemeinde Gerstungen hat heute erneut beim Regierungspräsidium Kassel die förmliche Beteiligung am Verwaltungsverfahren auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur weiteren Versenkung von Salzabwasser ab Dezember 2011 geltend gemacht. Gleichzeitig wurde erneut die Ablehnung des Versenkantrages der K+S Kali GmbH in Hessen beantragt.

Hintergrund war die Übersendung der Stellungnahme des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) vom 15. August 2011 im obigen Verfahren. Danach empfiehlt das HLUG die Einstellung der Versenkung zum schnellstmöglichen Zeitpunkt.

Die Einleitung von Salzabwasser, so das HLUG, werde zwangsläufig erhebliche Auswirkungen auf den Grundwasserleiter Buntsandstein haben und insbesondere im Bereich natürlicher Aufstiegszonen die Gewässer und den oberflächennahen Naturhaushalt beeinflussen. Die bisher versenkten Salzabwässer weisen auf eine viel größere Beeinflussung des Grundwasserleiters Buntsandstein durch Salzabwässer hin, als bisher vermutet. Die negativen Gesamtauswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt in keinster Weise abschätzbar.

Die Gefährdung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Gerstungen wird nunmehr auch durch die hessische Fachbehörde problematisiert. Neue Erkenntnisse zur Ausbreitung von Salzabwasser nördlich des hessischen Versenkgebietes Eichhorst/Bodesruh, die durch den Gerstunger Sachverständigen Dr. Krupp bereits aufgezeigt wurden, schließen eine Trinkwassergefährdung auch behördlicherseits nicht mehr aus. Das HLUG führte hierzu wörtlich aus:

"Zur Klärung dieser Frage sollte K + S aufgefordert werden, möglichst umgehend ein Untersuchungskonzept vorzulegen. In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob eine Außerbetriebnahme der Einleitbrunnen dieses Versenkraumes zum vorsorglichen Schutz der Trinkwassergewinnungsanlagen der Gemeinde Gerstungen vorzunehmen ist."

Die Gemeinde Gerstungen sieht sich daher darin bestätigt, dass eine Gefährdung des Trinkwassers durch die derzeitig noch laufende Versenkung von Salzabwässern des Werkes Wintershall sowie die beantragte zukünftige Versenkung von Salzabwässern nicht ausgeschlossen ist.

Werner Hartung
Bürgermeister

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