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Im Brennpunkt

Di 26.10.2010 07:51

Sichere Entsorgung von Lauge weiter ungeklärt


Umweltminister traf sich mit Regionalvertretern im Werratal

Gerstungen. Wie kommt Bewegung in die festgefahrene Problematik um eine sichere Entsorgung von Lauge des Unternehmens Kali+Salz? Nachdem ein Runder Tisch mit dem Vorschlag einer Pipeline an die Nordsee dazu keine schlüssige Lösung gebracht hatte, gärt es weiter im KaliRevier, wo die Menschen sich um ihr Trinkwasser sorgen.

Es sei nicht ,,fünf vor Zwölf, sondern bereits um Zwölf" bemerkte dazu Werner Hartung. Gestern war der Bürgermeister von Gerstungen (Wartburgkreis) Gastgeber einer Runde, die auf Unterstüt zung durch die Thüringer Landesregierung baut. Standpunkte tauschten der Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Jürgen Reinholz (CDU) und Bürgermeister, Gemeindevertreter und Mitglieder von Bürgerinitiativen aus Thüringen und Hessen aus.

Johannes Woth, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra, berichtete von auskunftsunwilligen Thüringer Behörden wie dem Bergamt. Sind dem Freistaat hohe Einnahmen entgangen, fragte er mit Querverweis darauf, dass K+S zwar in Hessen eine Förderabgabe auf den Abbau von Bodenschätzen zahlt, in Thüringen jedoch davon befreit ist.

Klaus Reinhardt, Vorsitzender der BI ,,Für ein lebenswertes Werratal" forderte den Minister dazu auf, die Einleitung der Kaliabwässer aus dem Thüringer Werk Unterbreizbach über 2012 hinaus nicht zu verlängern, sollte K+S nicht ein akzeptables Vermeidungskonzept vorlegen. Walter Hölzel von der Werra-Weser-Anrainer-Konferenz orientiert auf Verfestigen, Verdampfen und Untertagelagern der Rückstände. Wenn es keine gute Lösung für Unterbreizbach gebe, ,,ist Ende 2012 Schluss mit der Einleitung", versicherte der Minister.

Von Rita Specht
Quelle: TLZ vom 26.10.2010

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