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Im Brennpunkt

So 06.09.2009 13:41

Offener Brief der Bürgerinitiative "Für ein lebenswertes Werratal" e. V.

Klarstellung!

Seit nunmehr über drei Jahren streiten wir als Bürgerinitiative für die Erhaltung der Lebensgrundlagen im Werratal, für saubere Luft, also gegen Müllverbrennung, für den Gewässerschutz, also gegen die weitere Werraversalzung, für den Schutz unserer Trinkwasserressourcen , also gegen die weitere Laugenversenkung.

Diese Auseinandersetzung haben wir stets auf der Grundlage einer sachlich und fachlich orientierten Streitkultur geführt. Selbst das Umweltbundesamt hat uns nach gründlicher Prüfung in ihrem Anerkennungsbescheid zur Einlegung von Rechtbehelfen diese Fachkompetenz bestätigt und unsere umweltbezogene Öffentlichkeitsarbeit herausgestellt.

Diese Tatsache erteilt denjenigen Personen eine klare Absage, die stets versuchen, die Mitstreiter der Bürgerinitiative als unkundige Chaoten, welche die Arbeitsplätze in der Kaliindustrie gefährden, hinzustellen. Wir weisen diese Angriffe und teilweise Diffamierungen von hessischen Kommunalpolitikern und Verantwortlichen von K+S entschieden zurück und sehen sie als Versuche an, von den tatsächlichen Problemen abzulenken und einen Sündenbock zu finden für politische Fehlendscheidungen und strategische Managementfehler bezogen auf die Entsorgungsstrategie von K+S.

Es ist richtig, dass wir gegen die jetzige Entsorgungspraxis sind und das auch Öffentlich kundtun, was übrigens unser demokratisches Recht ist. Ohne diesen öffentlichen Protest gäbe es zum Beispiel keinen Runden Tisch, der versucht, eine Lösung im Laugenstreit zu finden, für uns zwar zu zögerlich, zu unverbindlich und zu K+S-lastig, aber immerhin ist Bewegung in den Problemlösungsprozess gekommen

Dennoch sind wir der Meinung, dass dauerhaft Arbeitsplätze nicht mit einer Nordseepipeline, dessen langfristige Realisierung bis ca.2020 sehr fraglich ist, gesichert werden können, sondern endlich dem neuesten Stand der Technik, ohne Aufhaldung, Laugeneinleitung und Laugenversenkung, entsprochen werden muss. Nur eine solche Strategie verhindert die nachhaltige Schädigung der Umwelt, sichert gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit und erhält mit dauerhaftem Wachstum langfristig Arbeitsplätze in der Kaliindustrie.

Deshalb möchten wir noch einmal mit Nachdruck klarstellen, die Bürgerinitiative "Für ein lebenswertes Werratal" ist für den Erhalt der Kali-Arbeitsplätze in unsere Region, aber auf der Grundlage eines gerechten Ausgleichs zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit.

Für die Erreichung dieses Zieles ist es jedoch notwendig, dass alle Beteiligten auf gleicher Augenhöhe den Willen haben, die Probleme anzugehen und auf die Entwicklung von Feindbildern zu verzichten.

Wir sind dazu bereit!

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Reinhardt
Vorsitzender der BI

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