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Im Brennpunkt

Fr 17.07.2009 09:56

Filter hielten nicht stand

Störfall im "Müllofen" von Heringen

Heringen/Berka-Werra. "Nach bisherigen Erkenntnissen der vorläufigen Analyse, lag der Fehler daran, dass der an den Filter geblasene Staub nicht wie gewünscht wieder herabfiel und so den Filter überlastete", teilte Michael Conrad von der Pressestelle des Kassel auf Anfrage der TLZ/Eisenacher Presse gestern mit.
Im Probebetrieb der Müllverbrennungsanlage (Landkreis burg) ereignete sich bereits am Samstag, 4. Juli, der erste Störfall. Über eine Dauer von etwa 90 Minuten sei giftiger Staub in die Umwelt abgegeben worden
Das Regierungspräsidium spiele, "wie nicht anders zu erwarten", so ein Vertreter der Bürgerinitiative "Für ein lebenswertes Werratal", diesen Vorfall herunter und habe erst auf Anfrage geantwortet, dass die Gefährdungsgrenze für die Bevölkerung nicht überschritten worden sei. "Für uns ist das eine Schutzbehauptung und wiederum ein Zeichen fehlender Fürsorgepflicht der Behörde", zeigte sich BI-Vorsitzender Klaus Reinhardt aus Dankmarshausen enttäuscht

Hans-Jürgen Fischer, zweiter Vorsitzender der BI hat mit eigenen Augen die Staubwolke aus einem der Schornsteine ausgemacht. "Wie jeder Bürger an der farblich, teilweise wechselnden Rauchgasfahne erkennen konnte, sind hier Freisetzungen von verschiedenen Umweltgiften wie Schwermetalle, Dioxine, Furane über mehr als eine Stunde erfolgt", schrieb daraufhin die BI an das Regierungspräsidium.

Die Anlage, in der der Vorfall auftrat, soll nur eine Woche im Vollbetrieb gelaufen sein. Auf Anfrage der BI räumte der Betreiber ein:"An der Linie 2wurde ein erhöhter Staubaustritt an einer der sechs Gewebefilterkammern durch interne Messeinrichtungen angezeigt. Der Wert befand sich hierbei innerhalb des gesetzlichen Emissionsgrenzwertes." Als der Vorfall bemerkt wurde, sei die Filterkammer abgesperrt und die Gesamtanlage um die Mittagszeit heruntergefahren worden.

Während des Abfahrvorganges soll es zu weiteren Störungen (Filterrisse) in den Gewebefilterkammern gekommen sein, die schließlich zu einer Überschreitung der vorgeschriebenen Staubemissionswertes geführt haben sollen.

"Eine Gefährdung hat zu keinem Zeitpunkt bestanden", erklärt Monika Lidmila, Pressesprecherin des Betreibers. Nach dem Wechsel der Filter ist die Anlage wieder in Betrieb gegangen. Die Anlage wurde 2007 vom Regierungspräsidium genehmigt

Von Norman Meißner

Quelle: TLZ vom 17.07.2009

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