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Im Brennpunkt

Mo 31.08.2009 10:44

Begrenzter Horizont

Ein Leser schreibt zu einer Aussage der Kali +Salz AG über den Kalibergbau:

In einem Nachrichten-Magazin wird der K+S-Sprecher Morgenthal zur K+S-Entsorgungsproblematik und speziell zu der Frage`warum die Verarbeitungsrückstände nicht wieder unter Tage geschafft werden wie folgt zitiert: "Wir verdienen unser Geld damit, dass wir etwas aus dem Berg rausholen, und nicht, dass wir etwas hineinbringen.

Wenn alle Unternehmer so denken würden -dann Gute Nacht Deutschland.
Der Straßenbauer: Den alten Bitumen aus der neugebauten Straße haben wir auf den Markt gekippt -denn mit der fachgerechten Entsorgung verdienen wir kein Geld! Der Waldarbeiter: Wir schneiden nur Bäume ab, mit Neuanpflanzung verdienen wir kein Geld! Die Autowerkstatt: Das Altöl aus dem Ölwechsel haben wir in die Werra gekippt, mit der umweltgerechten Entsorgung verdienen wir kein Geld! usw, usw.

Herr Morgenthal scheint allerdings einen sehr engen Horizont zu haben, denn K+S verdient viel Geld indem sie in Herfa-Neurode jährlich etwa 200 000 Tonnen Giftmüll in den Berg hineinbringen.

Seit Inbetriebnahme der Untertagedeponie wurden bereits über zwei Millionen Tonnen Sonder- und Giftmüll eingelagert. Das sind unter anderem etwa 220 000 Tonnen quecksilberhaltige Abfälle, 127 000 Tonnen CyanidAbfall, 690 000 Tonnen Abfall, der mit polychlorierten Dibenzodioxinen und Dibenzofurane verseucht ist und 83 000 Tonnen arsenhaltige Abfälle (s. Wikipedia).

Und da soll noch einer sagen, dass mit "in den Berg hinein bringen" kein Geld zu verdienen ist -es müssen halt nur andere bezahlen und sei es der Steuerzahler.

Johannes Woth, Dippach Mitglied der BI "Für ein lebenswertes Werratal"

Quelle: TLZ vom 31.08.2009

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