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Im Brennpunkt

Do 12.03.2009 14:46

Gehirnverneblung

Kommt der Mensch misstrauisch auf die Welt? Sicher nicht. Die Fähigkeit, anderen zu misstrauen, erwirbt man sich erst mit den Jahren, leider. Je öfter der Mensch betrogen und belogen wird, um so mehr schützt er sich durch Misstrauen - kann man also auch eine Schtz-erfahrung nennen. Lange Rede, kurzer Sinn: Dass die Gerstunger der Obrigkeit in Gestalt der Landesregierung nicht mehr trauen, wenn es um ihr Trinkwasser geht, kann man nachvollziehen.

Viel zu mühselig mussten sie um dessen Schutz kämpfen. Wenn also heute die sogenannte Flachbohrung erfolgt, mit der geprüft werden soll, ob Salzabwasser bereits in Trinkwasserschichten der Gerstunger Mulde vordrang, dann ist klar, dass sie aufpassen wie die Schießhunde. Denn, wie steht es im Kali-Vertrag: "Nach heutigem Erkenntnisstand kann… in Thüringen die Aufnahme einer Versenkung von flüssigen Rückständen in der Gerstunger Mulde nicht unterlegt werden." Was, wenn sich der Erkenntnisstand ändert? Dann ist der Vertrag nicht gebrochen, und es wird weiter versenkt.

Kohorten von Wortkünstlern beschäftigen sich heute damit, dem Volk das Gehirn mit Rhetorik zu vernebeln. Unklare Rede sollte unter Strafe gestellt werden.

von Rita Specht

Quelle: TLZ vom 12.03.2009

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