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Im Brennpunkt

Mo 23.02.2009 14:11

Pressemitteilung der Gemeinde Gerstungen vom 20.02.2009

Amtliche Beprobung vom 19.02.2009 im Laugenstreit - schlimmsten Befürchtungen der Gemeinde Gerstungen bewahrheiten sich!

Die am 19.02.2009 aus der Monitoringbohrung Gerstungen gezogenen Proben aus unterschiedlichen Tiefen bestätigen die schlimmsten Befürchtungen der Gemeinde Gerstungen im Hinblick auf Verseuchung des Grundwassers mit Salzabwässern.

Knapp 6 Monate nach Herstellung der Monitoringbohrung in Gerstungen wurde nach mehrfacher Aufforderung der Gemeinde Gerstungen nunmehr eine nochmalige Probenahme aus unterschiedlichen Tiefen durch das Bergamt im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens zugestanden.

Die Gemeinde hatte bereits aufgrund der Proben vom 30.10.2008 die sachverständig begründete Vermutung aufstellen müssen, dass nicht nur in den tieferen Grundwasserschichten, sondern auch in den oberen Bereichen, aus denen das Trinkwasser gefördert wird, versenkte Produktionsabfälle vorhanden sind.

Das Bergamt sowie K+S behaupteten damals, die damalige Probe aus einer Tiefe von 180 m sei wegen angeblicher Durchmischung der Wassersäule im Bohrloch als nicht aussagefähig, erst nach mehreren Monaten können Aussagen getroffen werden.

Am gestrigen Tage fand die erneute Beprobung statt, an der sich die Gemeinde Gerstungen ordnungsgemäß beteiligen durfte. Die Auswertung der Proben liegt seit heute vor.

Knapp ein halbes Jahr nach der Herstellung der Kontrollbohrung ist nunmehr sicher festzustellen:

Nicht nur bereits bei 180 m Tiefe ist massiv Salzabwasser festzustellen, sondern schon in einer Tiefe von mindestens 125 m und damit im unmittelbaren Einzugsbereich der Trinkwasserbrunnen.

Der Topf ist nicht nur voll, er quillt bereits über!

Das Bergamt und K+S werden aufgefordert, unverzüglich alles zu unternehmen, damit die Versalzung des Grundwassers aufgrund der Versenkung von Salzabwasser gestoppt und die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Gerstungen langfristig gesichert wird.

Die Gemeinde Gerstungen wird alles unternehmen um die Versorgungssicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten.


Hartung
Bürgermeister

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