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Im Brennpunkt

Mo 23.02.2009 06:55

Erneute Bohrung: Ergebnisse erschrecken

GERSTUNGEN (smb). Neue Messergebnisse der Monitoringbohrung bestätigen laut Gerstungens Bürgermeister Werner Hartung (pl) die schlimmsten Befürchtungen der Kommune auf die Verseuchung ihres Grundwassers mit Salzlauge.

Die Gemeinde hatte gerichtlich sechs Monate nach Beginn der Monitoringbohrung noch einmal Probeentnahmen erzwungen. Diese seien am 19. Februar aus unterschiedlichen Tiefen erfolgt, teilte der Bürgermeister am Samstag mit. "Der Topf ist nicht nur voll, er quillt bereits über", zeigte sich Hartung nach den Messergebnissen in seinen Befürchtungen bestätigt.

Denn schon bei der ersten Bohrung vor sechs Monaten vermutete die Gemeinde, dass nicht nur in den tieferen Grundwasserschichten, sondern auch in den oberen Bereichen, aus denen Trinkwasser gefördert wird, versenkte Produktionsabfälle vorhanden sind. Laut Gemeinde seien die Ergebnisse, die am Freitag vorlagen, erschreckend:

Nicht nur bereits bei 180 Meter Tiefe ist massiv Salzabwasser festzustellen, sondern schon in einer Tiefe von mindestens 125 Metern und damit im unmittelbaren Einzugsbereich der Trinkwasserbrunnen. "Das Bergamt und K+S werden aufgefordert, unverzüglich alles zu unternehmen, damit die Versalzung aufgrund der Versenkung von Salzabwasser gestoppt und die Trinkwasserversorgung von Gerstungen langfristig gesichert wird", so Werner Hartung.

Noch vor gut einem halben Jahr hätten das Landesbergamt sowie K+S behauptet, so Hartung, dass die damalige Probe aus einer Tiefe von 180 Meter wegen angeblicher Durchmischung der Wassersäule im Bohrloch als nicht aussagefähig gelten könne und erst nach mehreren Monaten Aussagen getroffen werden könnten.

Quelle: TA vom 23.02.2009

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