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Im Brennpunkt

Mi 19.11.2008 06:53

Pipeline wird favorisiert

Eisenach. (ep) Während der jüngsten Tagung der Anrainer von Werra und Weser in Bremen habe der Bremer grüne Umweltsenator Reinhard Loske eine Laugenpipeline für Salzabwasser der Produktionsstandorte des Düngemittelunternehmens K+S als "ernsthaften Kandidaten" zur Lösung des Entsorgungsproblems bezeichnet. Die Kosten der Pipeline wurden auf rund 240 Millionen Euro geschätzt. Das berichtete die Eisenacher Landtagsabgeordnete Katja Wolf (Die Linke), die an der Konferenz teilnahm.

Dort sei auch zur Sprache gekommen, dass Anrainer sich gerichtlich gegen die Einleitung der Haldenabwässer aus dem hessischen Neuhof gewehrt hätten. Angerissen worden sei zudem die Problematik der giftstoffführenden Abraumhalden, die bislang nur eine Nebenrolle spielten. Diskutiert wurde das Maßnahmepaket von K + S. Das Unternehmen hatte angekündigt, bis zum Jahr 2015 bis zu 360 Millionen Euro in den Gewässerschutz investieren zu wollen (TLZ berichtete). Sie sei überzeugt, so Katja Wolf, dass die Werra in absehbarer Zeit einen guten chemischen Zustand erreichen könne, und zwar, "ohne die Arbeitsplätze zu gefährden". Voraussetzung sei allerdings, dass die europäischen Grenzwerte für Härte und Chlorid deutlich verringert würden.

Am letzten Runden Tisch Gewässerschutz in Kassel ist deutlich geworden, dass sich ein Ende der Versenkung von Salzabwasser in Hessen abzeichnet und in Thüringen eine Wiederaufnahme unwahrscheinlich ist. Ohne entschiedene Gegenmaßnahmen gebe es jedoch nur die Alternativen, entweder mehr Abwasser in die Werra zu leiten oder Produktionsstandorte zu schließen. Künftig müsste eine Gesamtlösung für 14 Millionen Kubikmeter Salzabwasser gefunden werden, so Runder-Tisch-Leiter Prof. Brinckmann. Der nächste Runde Tisch tagt erst wieder im Januar 2009.

18.11.2008 Von Rita Specht

Quelle: TLZ vom 19.11.2008

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