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Mi 29.10.2008 13:47

K+S ist mit dem Entsorgungskonzept gescheitert und versucht, billig davon zu kommen

WWA
Pressemitteilung

Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

Datum: 29.10.2008
Veröffentlichung: sofort

K+S ist mit dem Entsorgungskonzept gescheitert und versucht, billig davon zu kommen

Mit einem nicht schlüssigen Entsorgungskonzept versucht K+S, den eigenen Fehlern zu entkommen. Der jetzt angebotene Grenzwert von 1.700 mg Chlorid/l würde den gesetzlichen Vorgaben nicht genügen, es ist noch nicht einmal plausibel gemacht worden, dass er mit den vorgestellten
Maßnahmen überhaupt erreicht werden kann.


Der angekündigte Grenzwert von 1.700 mg Chlorid/l wäre bei Niedrigwasser selbst dann nicht einzuhalten, wenn keine Salzlaugen mehr in die Werra eingeleitet würden. Durch die diffusen Einträge als Folge der Laugenversenkung in den Untergrund liegt der Wert schon bei 2.500 mg Chlorid/l. Auch die völlige Einstellung der Laugenversenkung in den Untergrund würde nur mittelfristig erlauben, wieder Abwässer einzuleiten. Zudem wird das Auslaufen des Grenzwerts für die Wasserhärte im Jahre 2009 völlig ignoriert, hierfür werden keine Lösungen angeboten.

Mit seinen neuen Ankündigungen hat K+S aber erstmals zugestanden, dass der Stand der Technik es erlaubt, den Salzabfall der Kaliindustrie deutlich zu verringern. Damit ist aber die ganze bisherige Argumentation von K+S und der Genehmigungsbehörden hinsichtlich der EU-Wasserrahmenrichtlinie hinfällig. Dies wird in dem anhängigen Verwaltungsstreitverfahren wegen der Rechtmäßigkeit der bisherigen Genehmigungen von entscheidender Bedeutung sein und die Richtschnur für die zukünftigen Genehmigungen abgeben.

Die von K+S ins Auge gefassten Änderungen der Aufbereitungsverfahren sind allenfalls halbherzig zu nennen, sie schöpfen die seit Jahrzehnten weltweit eingesetzten technischen Verfahren nicht aus. Der Stand der Technik wird so nicht erreicht. Die Endlagerung der Salzlaugen in den Bergwerken dagegen kann keine dauerhafte Lösung sein, sie ist außerdem technisch höchst umstritten.

K+S schafft sich damit neue Probleme: die langfristige Sicherheit der Bergwerke wird weiter verschlechtert und die Zukunft der Untertage betriebenen Sondermülldeponien steht in Frage.

Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz wird die neuen Vorschläge der K+S AG auf der Anrainerkonferenz am 17. November in Bremen eingehend behandeln.

"K+S ist mit seinem Entsorgungskonzept gescheitert. Das angeblich einzusparende Abwasservolumen entspricht ungefähr derjenigen Menge, deren Verpressung in den Untergrund in Kürze völlig eingestellt werden muss. Dies der Öffentlichkeit als Vorleistung zu verkaufen und im Gegenzug die Genehmigung der Pipeline an die Werra zu verlangen, ist eine Dreistigkeit.", so Walter Hölzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.



Dr. Walter Hölzel
Vorsitzender "Werra-Weser-Anrainerkonferenz"
Erster Stadtrat Witzenhausen
0 55 45-95 01 08
walter.hoelzel@web.de


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