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Do 30.10.2008 17:41

Versenkung von Kalilauge ist Geschichte

Pressemitteilung Gemeinde Gerstungen

Versenkung von Kalilauge ist Geschichte - Gerstungen fordert Sanierung des Pufferspeichers durch K+S

Am heutigen Tage erfolgte die Beprobung der Monitoringbohrung Hy Gerstungen 1/2008 in Gerstungen.

Hintergrund war die Prüfung der Frage, ob es im Rahmen der Versenkung von Salzabwasser von K+S im Pufferspeicher Gerstungen zu Übertritten in das Deckgebirge (Buntsandstein) und damit zu einer Einflussnahme auf die Trinkwasserversorgung gekommen ist.

Die Proben wurden aus einer Tiefe von 180 m und 480 m entnommen und den Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Eine Analyse der gemeindlichen Probe aus 180 m konnte bereits erfolgen.

Diese zeigte selbst nach den Kriterien der hessischen und thüringischen Behörden das unzweifelhafte Vorhandensein von versenktem Salzabwasser im Grundwasser.

Diese unnatürliche Situation mit der gefährlichen Einflussnahme auf das Trinkwasser wurde bisher von K+S bestritten und ist nunmehr belegt.

Die Schädlichkeit besteht unabhängig davon, in welche Tiefe das versenkte Salzabwasser in das Grundwasser gelangte.

Der Pufferspeicher Gerstungen ist nicht dicht, Salzabwasser aus den Kaliwerken ist in das Grundwasser eingedrungen.

Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Gerstungen ist damit nachweislich gefährdet, bereits jetzt sind Teile tatsächlich beeinträchtigt.

In den bisherigen Genehmigungen für die Versenkung wurde ausdrücklich angeordnet, dass eine Versenkung nicht erfolgen darf, wenn es zu Salzabwasserübertritten in das Grundwasser kommt. Auch Staatssekretär Stefan Baldus hatte mehrfach ausdrücklich gegenüber der Gemeinde bestätigt, dass eine Genehmigungsfähigkeit für eine weitere Versenkung bei der Feststellung von Salzabwasser in der Monitoringbohrung nicht gegeben ist.

Die Gemeinde Gerstungen geht davon aus, dass die noch ausstehende Analyse der Probe aus 480 m Tiefe noch gravierendere Ergebnisse liefern wird.
Damit ist die Versenkung in der Gerstunger Mulde Geschichte.

Zur weiteren Vermeidung von bestehenden und zukünftigen Beeinträchtigungen der Trinkwasserversorgung wird eine unverzügliche Sanierung des kompletten Pufferspeichers durch den Verursacher K+S gefordert.

Eine Kopie der Analyse des Prüfinstituts ist beigefügt.

Werner Hartung     Ulf Frank     Alexander Reitinger
Bürgermeister Werkleiter Rechtsanwalt

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