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Im Brennpunkt

Mi 06.08.2008 12:12

Pressemitteilung des Bürgermeisters zu den aktuellen Verhandlungen im Kalilaugenstreit im Erfurer Ministerium

Auf Einladung des Thüringer Umweltstaatssekretärs Stefan Baldus fand am Dienstag ein weiteres Gespräch zum Thema Kalilaugenversenkung in der Gerstunger Mulde zwischen Vertretern des Ministeriums und den Fraktionsvorsitzenden des Gerstunger Gemeinderates sowie Bürgermeister Werner Hartung (pl.) statt. Trotz unterschiedlicher Positionen zur Trinkwassergefährdung durch die Laugenversenkung und der Zurückweisung der Forderung der Gemeinde Gerstungen auf Schadenersatz durch das Thüringer Landesbergamt für den versalzenen Trinkwasserersatzbrunnen Kohlbach II verdeutlichten die Gerstunger Kommunalpolitiker einmal mehr ihre Kompromissbereitschaft zur Sicherung der Kaliarbeitsplätze in Unterbreizbach. In dem fast dreistündigen Gespräch erklärte der Staatssekretär, dass auch beim Unternehmen K + S Gesprächsbereitschaft signalisiert wurde. Ob es jedoch wirklich zu weiteren Gesprächen kommt, hängt nach Meinung der Gemeinde Gerstungen maßgeblich von den Ergebnissen der Monitoringbohrung ab. Zeigt die sich in Realisierung befindliche Monitoringbohrung im Buntsandstein Versenkeinflüsse, dann wäre auch nach Aussage des TLMNU keine Genehmigungsfähigkeit gegeben. In diesem Gespräch wurde den Forderungen der Gemeinde, bei der Erstbeprobung teilnehmen zu können und auch eine entsprechende Wasserprobe zur Eigenanalyse zu bekommen, entsprochen.

Die Gerstunger Gemeinderäte, unterstützt durch Wissenschaftler und Juristen, werden eine Arbeitsgruppe bilden. Diese soll Auswirkungen einer durch das TMLNU angedachten, zeitlich und mengenmäßig begrenzten, weiteren Versenkung beurteilen und eindeutige Schadenersatzansprüche bei Versalzung weiterer Brunnen regeln. Zusätzlich werden auch noch alternative Notwasserversorgungsmöglichkeiten beraten. Ziel ist es hierbei, dass die Trinkwasserversorgung der Gerstunger Bürger auch bis zu einer durchaus möglichen endgültigen juristischen Entscheidung ohne Trinkwasser-gebührenerhöhung gesichert ist.

Der Gemeinderat wird voraussichtlich Mitte September in einer öffentlichen Sitzung zur weiteren Verfahrensweise der sicher nicht einfachen Problematik entscheiden.

Werner Hartung
Bürgermeister

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