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Im Brennpunkt

Fr 30.05.2008 07:00

K+S kann Springen weiter für Lauge nutzen

Gera/Springen - Der Düngemittelkonzern K+S kann bis Ende des Jahres 2008 weiterhin Kalilaugen aus der Produktion in Unterbreizbach im ehemaligen Kali-Schacht Springen zwischenlagern. Das hat das Landesbergamt in Gera gestern entschieden.

Die ursprüngliche Genehmigung vom Herbst 2007 war bis 31. Mai befristet und mit der Auflage verbunden, bis Februar ein Langfristkonzept zur Lösung der Laugenabwässer vorzulegen.

Entsprechende Möglichkeiten hatte K+S auch im Februar vorgelegt. Entgegen der Zielstellung der Landesregierung ist man aber bisher noch zu keiner verbindlichen Vereinbarung mit K+S über die Langfristlösung gekommen. Auch ein runder Tisch befasst sich inzwischen mit der Problematik.

Allerdings hat K+S die für den Stapelraum genehmigten 500 000 Kubikmeter bisher nicht ausgeschöpft. Zuletzt war von 40 000 Kubikmetern die Rede. K+S kam dabei unter anderem der regenreiche April zur Hilfe, weil der Konzern bei hohen Wasserständen der Werra dort mehr Lauge einleiten kann, ohne den Grenzwert von 2500 Milligramm Natrium pro Liter Wasser zu überschreiten.

Wie das Bergamt mitteilte, hat K+S inzwischen auch einen Grundabtretungsantrag bei der Behörde gestellt. Damit wolle das Unternehmen erreichen, dass die Gemeinde Gerstungen ein geeignetes Grundstück für eine weitere Bohrung für das Tiefenmonitoring zur Verfügung stellt. Über dieses Tiefenmonitoring wollen das Bergamt und K+S ermitteln und beobachten, ob und wie sich die Versenkung von Kalilauge im Gerstunger Plattendolomit auf das Grundwasser in der Region auswirkt.

Vom Ergebnis dieses Monitorings soll es wesentlich mit abhängen, ob das Thüringer Bergamt eine weitere Verpressung im Gerstunger Plattendolomit genehmigt. Einen entsprechenden Antrag hatte K+S bereits vergangenes Jahr gestellt, nachdem die im Probebetrieb für die Verpressung genehmigte Menge von rund neun Millionen Kubikmetern ausgeschöpft worden war.

Mit dem Auslaufen der Probeverpressung hatte sich die Krise um die Entsorgung der Laugenabfälle aus der Kaliproduktion in Unterbreizbach verschärft und schließlich zu der Zwischenlösung Springen und der genannten Auflage, ein Langfristkonzept zu erstellen, geführt. ewa

Quelle: STZ vom 30.05.2008

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