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Im Brennpunkt

Fr 28.03.2008

K+S pumpt mehr Salz in die Werra

Der Kasseler Düngemittelhersteller K+S muss künftig noch mehr Salzlauge in die Werra leiten. Die Entsorgung von Abwässern in riesigen Bohrlöchern wird eingestellt, die unterirdischen Depots sind voll.

Das Kasseler Regierungspräsidium bestätigte am Freitag einen Bericht der "Hessischen/ Niedersächsischen Allgemeinen". Demnach sind die sogenannten Versenklöcher in tieferen Gesteinsschichten der Kaliabbaugebiete nahezu voll. Schon in wenigen Wochen muss das gesamte Salzwasser aus der Produktion und der Halde des Werkes Neuhof bei Fulda mit Lastwagen zur 60 Kilometer entfernten Werra gefahren werden. Statt mit bislang etwa 60 Fahrten pro Tag rechnet K+S mit mehr als 100. Deshalb will das Unternehmen eine Pipeline zur Werra bauen, doch daran entzündet sich heftiger Widerstand von Umweltschützern und Kommunen.

Die Salzlauge entsteht bei der Kaliförderung und durch Regenwasser, das Salz aus den riesigen Abraumhalden neben den Gruben wäscht. Nach Angaben des Regierungspräsidiums fallen im Werk Neuhof jährlich fast 170.000 Kubikmeter Salzlauge an. Die Lauge darf in die Werra geleitet werden, solange deren Salzgehalt nicht den Wert von 2,5 Gramm je Liter überschreitet. Der geplante Bau der 63 Kilometer langen Pipeline hat heftigte Proteste ausgelöst. Umweltschützer halten den Grenzwert für viel zu hoch. Allerdings wird die Salzlauge schon jetzt in den Fluss geleitet, nur dass das Salzwasser mit Lastwagen und Kesselwagen der Bahn transportiert wird.

Bislang hat K+S etwa ein Drittel der Salzlauge durch fünf Bohrlöcher in unterirdische Lagerstätten gepresst. Die beiden letzten Löcher haben laut Regierungspräsidium ihre Kapazitätsgrenze erreicht und werden im April voll sein. Letzter genehmigter Entsorgungsweg sei dann die Werra. Der Grenzwert von 2,5 Gramm je Liter gilt noch bis 2012. Was danach kommt, ist ungewiss. Seit letzter Woche diskutiert in Kassel ein monatlicher Runder Tisch, wie die Gewässerqualität der Werra und der Weser, die sich aus Werra und Fulda bildet, verbessert werden kann. An dem Gremium sind neben K+S und den Umweltministerien von Hessen und Thüringen Vertreter von Kommunen, Wirtschaft und Naturschutzverbänden aus fünf Bundesländern beteiligt.

Quelle: hr-online

Der Kali-Abraumberg von Kali + Salz bei Heringen ist schon von weitem sichtbar. Die Anwohner sprechen vom ''Monte Kali''.Mehrere hundert Meter unter der Erde fördern die Mitarbeiter von Kali + Salz mit schweren Maschinen die wertvollen Rohstoffe.In Widdershausen richtet sich der Blick direkt auf den ''Monte Kali''.Fast wie im Gebirge sieht es nahe der hessisch-thüringischen Landesgrenze aus.Auch die Menschen im thüringischen Dankmarshausen blicken direkt auf den ''Monte Kali''

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