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Einheitsgemeinde Gerstungen
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Ortsteil LAUCHRÖDEN
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Bekanntmachungen

Do 17.01.2008 15:12

Beschlüsse des Gemeinderates vom 27. September 2007

In öffentlicher Sitzung des Gemeinderates der Einheitsgemeinde Gerstungen am 27.09.2007 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Beschluss-Nr. GR 25-09/2007:
1. Die Gemeindevertretung beschließt die Satzung der Gemeinde Gerstungen über die förmliche Fest-legung des Sanierungsgebietes "Ortskerne Gerstungen/Untersuhl" nach § 142 BauGB in der hier vorliegenden Fassung.
2. Der Bürgermeister wird beauftragt, die Satzung nach § 21 Abs. 3 ThürKO vor ihrer Bekanntma-chung der Rechtsaufsichtsbehörde vorzulegen.
3. Die Satzung ist ortsüblich bekanntzumachen.
(einstimmig - 13 Ja-Stimmen)

Beschluss-Nr. GR 26-09/2007:
Der Gemeinderat der Gemeinde Gerstungen beschließt auf der Grundlage der Ergebnisse der Vorberei-tenden Untersuchungen folgende Sanierungsziele für das Sanierungsgebiet "Ortskerne Gerstun-gen/Untersuhl", welche zugleich als Beurteilungskriterien für alle kommunalen und privaten Vorhaben nach § 144 Abs. 1 BauGB dienen:

1. Bewahrung der Ortskerne Gerstungen und Untersuhl in ihrer städtebaulichen Eigenart

Die städtebaulich-räumliche Struktur beider Ortskerne ist zu bewahren und behutsam zu ergänzen. Be-sonderer Wert ist auf die Erhaltung, Sanierung, Restaurierung und zeitgemäße Nutzung der Kultur-denkmäler und anderer ortsbildprägender Bebauung zu legen. Neu- und Umbauten müssen sich in die städtebauliche Eigenart der Ortskerne einfügen und Baulückenschließung den historischen Ortsgrundriss berücksichtigen.

2. Verbesserung der infrastrukturellen Ausstattung des Grundzentrums und Stärkung der gewerblichen Nutzung unter besonderer Berücksichtigung der Fremdenverkehrsfunktion

Die Attraktivität der Ortskerne ist durch Stabilisierung und Erweiterung von Einrichtungen und Betrie-ben zu erhöhen, um den Anspruch Gerstungens als Grundzentrum zu stärken. Im historischen Teil des Ortskerns von Gerstungen muss der Leerstandsproblematik besonders entgegengewirkt werden. Vor-rangig sind Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergungs- und Dienstleistungseinrichtungen sowie der Fremdenverkehr insgesamt zu fördern. Bei Gewerbebetrieben ist funktionellen Verbesserungen der Vorrang gegenüber Verlagerungen zu geben.
3. Stabilisierung und Erweiterung der Wohnnutzung im Rahmen einer funktionellen Vielfalt

Die Wohnnutzung ist zu erhalten, zu stabilisieren und durch Um- und Ausbau der Altbausubstanz sowie durch Lückenbebauung bedarfsgerecht zu erweitern. Durch Entkernungsmaßnahmen in Quartie-rinnenbereichen sowie Verbesserungen im Wohnumfeld sind die Ortskerne zu einem bevorzugten Wohnstandort auch für familien- und altersgerechte Wohnformen zu entwickeln. Eine sozialverträgli-che Durchführung der Sanierung soll die Identifikation der Bewohner mit ihrer Gemeinde stärken.

4. Erhaltung, Instandsetzung und Modernisierung der für Funktion und Gestalt der Ortskerne unver-zichtbaren Gebäude

Die baulichen Schäden und funktionellen Mängel an der Altbausubstanz sind schrittweise zu beheben. Außer der ortsbildprägenden Bebauung sollen auch erhaltenswerte Wirtschaftsgebäude instand gesetzt, umgebaut bzw. umgenutzt werden. Kommunale und private Vorhaben mit Beispielwirkung sind durch den konzentrierten Einsatz von Fördermitteln zu unterstützen; das gilt insbesondere für leerstehende ortsbildprägende bzw. denkmalgeschützte Gebäude.

5. Bewahrung und Verbesserung des Ortsbildes unter Beachtung des Denkmalschutzes

Alle Sanierungsmaßnahmen, welche das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden und baulichen Anla-gen beeinflussen, müssen sich nach diesen Sanierungszielen, den Vorschriften der Erhaltungssatzung sowie den Maßgaben des Thüringer Denkmalschutzgesetzes richten. Besonderer Wert ist dabei auf die Verwendung orts- und regionaltypischer Gestaltungselemente, Materialien und Farben zu legen. Vor-handene Gestaltungsmängel sind im Zusammenhang mit den Sanierungsmaßnahmen zu korrigieren. Die Abgrenzung der Denkmalensembles "Historischer Ortskern Gerstungen" und "Historischer Orts-kern Untersuhl" soll überprüft werden.

6. Aufwertung und Erweiterung der öffentlichen und privaten Freiräume

Die öffentlichen Freiflächen sind zu pflegen, aufzuwerten und mit der umgebenden Kultur- und Erho-lungslandschaft zu vernetzen. Bei privaten Freiräumen ist neben ihrer Erhaltung und verbesserten Nut-zung generell eine Reduzierung des Versiegelungsgrades anzustreben. Durch Neupflanzung von stand-ortgerechten Laubbäumen soll dem Defizit an Großgrün entgegengewirkt werden. Die funktionellen Verbindungen der Ortskerne zu den Fließgewässern bedürfen eines weiteren Ausbaus.

7. Verbesserung der Verkehrsverhältnisse durch differenzierte Lösungen für den Fußgänger- und Fahrverkehr

Entsprechend den speziellen funktionellen Anforderungen ist die Straßenraumgestaltung auf die Belan-ge der verschiedenen Verkehrsteilnehmer abzustimmen. Fußgängern, Rollstuhlfahrern und Radfahrern soll besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Verwendung von Natursteinpflaster ist auf städ-tebaulich bedeutsame Bereiche zu beschränken.

Defizite beim ruhenden Verkehr können durch spezielle Angebote für einzelne Bedarfsgruppen auf kleineren Standorten abgebaut werden.

8. Erneuerung von Netzen und Anlagen der ingenieurtechnischen Erschließung

Der Erneuerungsprozess bei den Netzen und Anlagen von Trinkwasserversorgung, Abwasserableitung, Elektroenergie- und Fernmeldeversorgung ist fortzusetzen. Vorhandene Freileitungen sollen schrittwei-se verkabelt werden. Generelles Ziel ist eine räumliche und zeitliche Koordinierung zwischen den Maßnahmen der Versorgungsträger und des Straßenbaus.
(einstimmig - 13 Ja-Stimmen)

Beschluss-Nr. GR 27-09/2007:
Nach erfolgter Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2005 der Gemeinde Gerstungen durch das Rechnungsprüfungsamt des Landratsamtes Wartburgkreis stellt der Gemeinderat die Jahresrechnung 2005 fest und erteilt auf der Grundlage des Prüfberichtes entsprechend des § 80 Abs. 3 der ThürKO dem Bürgermeister zur Jahresrechnung Entlastung.
(einstimmig - 13 Ja-Stimmen)

Beschluss-Nr. GR 28-09/2007:
Die Nachtragshaushaltssatzung der Gemeinde Gerstungen für das Jahr 2007 wird gegenüber der Haus-haltssatzung 2007 verändert in den Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt von bisher 4.870.430 € auf nunmehr 4.775.430 € und im Vermögenshaushalt von bisher 2.229.950 € auf nunmehr 2.184.950 €. Die 1. Nachtragshaushaltssatzung wird mit den geänderten Anlagen des Haushaltes in der vorliegenden Form und Fassung beschlossen.
(einstimmig - 13 Ja-Stimmen)

Beschluss-Nr. GR 29-09/2007:
Der Finanzplan und das dazugehörige Investitionsprogramm zum 1.Nachtragshaushaltsplan der Ge-meinde Gerstungen für das Haushaltsjahr 2007 bis 2010 werden in der vorliegenden Form und Fassung beschlossen.
(einstimmig - 13 Ja-Stimmen)