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Einheitsgemeinde Gerstungen
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Ortsteil LAUCHRÖDEN
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Bekanntmachungen

Mo 16.04.2007 08:25

Unterrichtung der Neustädter Bürger über die Eintragung von Denkmalensembles

Öffentliche Bekanntmachung
Unterrichtung über die Eintragung von Denkmalensembles in 99834 Neustädt, historischer Dorfkern
gemäß § 2 Abs. 2 S. 1, § 5 Abs. 1 und 2 ThürDSchG (Thüringer Denkmalschutzgesetz) vom 14. April 2004 (GVBl. Nr. 10/2004) u. Änderungsgesetz vom 23. Nov. 2005 (GVBl. Nr. 16/2005)

Gemarkung Neustädt
Betrifft: Brunnengasse 4, 6, 13, 14, 15, 19, 21, 23, 24, 26, 29, 31, 33, 39, 41, 43 sowie Herth 31, 32, 33, 35
Flur/-stück: 1 - 1, 2, 3/1, 4, 14, 15, 16, 19, 20, 21, 24, 26, 55, 57, 58, 60/1, 61, 63, 65, 66, 67,70, 79, 87, 88/2
Karte
Denkmalkategorie: kennzeichnendes Straßen-, Platz und Ortsbild (§ 2 ThürDSchG)
Aus der Erhaltung des o. g. Denkmalensembles besteht nach § 2 ThürDSchG aus:
- volkskundlichen Gründen sowie
- Gründen der historischen Dorfbildpflege

Hinweise:
Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen sind nach § 7 Abs. 1 S. 1 ThürDSchG verpflichtet, diese im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten und im Sinne des ThürDSchG pfleglich zu behandeln.
Bauliche und andere erhebliche Veränderungen an einem Kulturdenkmal bedürfen einer denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis. Gleiches gilt für bauliche Veränderungen in der Umgebung, wenn sich diese auf Bestand oder Erscheinungsbild des Kulturdenkmals auswirken können.

Historischer Ortskern Neustädt
Der Ort Neustädt liegt ca. 4 km nordöstlich von Gerstungen an der Werra zwischen den Bergen Flötschkopf (421 m ü. n. N) und Böller (323 m ü. n. N.). Eine urkundliche Ersterwähnung ist 1317 unter dem Namen Nuwestete bezeugt. 1483 wird der Name Nuwenstet beurkundet. Der Ort gehörte zum Amt Gerstungen, welches Eigentum des Bistums Fulda war. 1473 ging der Besitz von Gut und Vorwerk von Berlt und Jörg von Nesselroden an die Vikarie der Kirche von Gerstungen über. 1483 werden die Herren von Herda zu Brandenburg als Lehnsherren eines Zinsgutes erwähnt. Im dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer verwüstet. Der Neubau der Kirche erfolgte 1739-41.
Der Ortsgrundriss orientiert sich an der Hauptstraße, jetzt Brunnengasse, die sich vor der Kirche zu einem Dorfplatz (Anger) aufweitet und dem Verlauf eines alten Handelwegs folgt. Parallel zur Brunnengasse verlaufen im Westen die Hintergasse und im Osten die Untergasse sowie die Gasse Eisfeld. Querverbindungen bilden Herth, Bienengasse, Braugasse und Schmettergasse. Der Baubestand setzt sich aus dicht gereihten Hofanlagen und wenigen Einzelbauten zusammen. Die Hofanlagen sind Winkel- und Dreiseithöfe. Die Wohnhäuser stehen in der Regel giebelständig, in Einzelfällen traufständig dicht am Straßenraum. Die Wirtschaftsgebäude umschließen den rückwärtigen Hofraum. Die Wohnhäuser sind Fachwerkbauten des 18.-20.Jh. Das Fachwerk kennzeichnen K-Verstrebungen an den Eckständern, zusammengeführte Fußbänder oder Streben und Gegenstreben an den Bundhölzern, Füllhölzer im Rähm-Schwellbereich sowie Mann-Figuren und Stiele im Brüstungsbereich (Thüringer Leiter). Eine Besonderheit bildet der Ziehbrunnen auf dem Anger.