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Mo 08.05.2017 09:00

Ein Paukenschlag in der Geschichte - Die Lutherausstellung im Gerstunger Schloss ist eine Kostbarkeit die man betrachten muss

Eine bloße Ausstellungseröffnung war es nicht am Sonntagnachmittag, wozu die Gerstunger Kirchgemeinde in ihre Katharinenkirche eingeladen hatte. Es war eher als Festakt zu verstehen, zu dem Gemeinderäte, Gemeindekirchenräte und viele Kirchenmitglieder das Gotteshaus bis auf den letzten Sitzplatz füllten. Und überaus festlich ging es dann auch in der Kirche zu, begonnen mit der musikalischen Einleitung des Projektchores, einem Klangkörper der sich im Oktober 2016 gründete . Die zehn jungen Frauen und Leiterin Katrin Mosebach suchen sich stets ein 'Projekt', welches sie musikalisch begleiten wollen. Nach der musikalischen Umrahmung des Weltgebetstages war nun die 'Reformation und Luther' das zweite Projekt der sangeslustigen Damen. Nach dem Grußwort von Bürgermeisterin Sylvia Hartung und dem Kurzvortrag von Superintendent Ralf Peter Fuchs zur 'Bedeutung der Reformation' lockerte der Chor erneut die Gedanken auf. Der Kurzvortrag von Doktor Wolfgang Schenk zu 'Bildung und Reformation' und Doris Drudes Vortrag 'Die Katharinenkirche und die Ausstellung 'Spurensuche und Reformation' leiteten dann schon eher zur Ausstellung über. Doch nicht nur die Vorträge waren es, die dem Festakt eine besondere Bedeutung gaben. Vielmehr nutzte auch die langjährige Museumsleiterin Doris Drude in besonderer Weise den Vereinen und Unterstützern des Museums Danke zu sagen nach 10 Jahren leidenschaftlicher Museumsführung. Die Pflege des wertvollen Kulturgutes liege ihr besonders am Herzen, betonte die engagierte Leiterin, die nun in den Ruhestand verabschiedet wurde. Nach dem Segenswort von Pfarrer Arne Helmrich-Tittelbach setzte sich die Veranstaltung im Schloss mit dem eigentlichen Besuch der Ausstellung fort. Und hier war die scheidende Museumsleiterin wieder in ihrem Element. Bis ins Detail konnte sie auf Anfrage Auskunft geben, überließ aber den Gästen gern das persönliche Wirken der Ausstellung, für deren Ausgestaltung sie mit Grafikerin Anette Scheffel eine ausgezeichnete Mitstreiterin gefunden hatte. Mit der 'Welt des alten Glaubens' beginnt die Austellung und gleich daneben weist eine kleine Pauke auf den 'Paukenschlag der Geschichte' hin. Die Kindergartenkinder, die schon hier waren, haben schon kräftig auf die Pauke gehauen, sagt Doris Drude, die die vielfältige Mitwirkung an der Austellung lobt. Ob die Wanderausstellung der Ortschronisten, die von den Gymnasiasten des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums gestaltete Litfasssäule oder die Leihgaben der Kirchgemeinde, die Ausstellung ist eine einzigartige Rarität und Kostbarkeit zugleich. Ebenso wie die vielfältigen Informationen auf den Tafeln , ziehen die alten Bibeln, Kirchenbücher, Gesangbücher oder das alte Chorgestühl aus der Katharinenkirche aus dem 18. Jahrhundert die Blicke der Besucher auf sich. Selbst das Foto vom Teil der barocken Ausgestaltung aus der Sakristei der Katharinenkirche über dem Chorgestühl wirkt da täuschend echt. Zudem kann man am Recorder mit Kopfhörer auch den textlichen Teil der Ausstellung anders auf sich wirken lassen. Tatsächlich ist umfänglich an alles gedacht worden, was der Besucher dieser Ausstellung zum besseren Verstehen braucht. Deshalb muss an dieser Stelle noch einmal ein ausdrückliches Dankeschön an Doris Drude gerichtet werden, die mit ihren vielfältigen Ausstellungen und Projekten im Museum in all den Jahren stets auch die abwechslungsreiche Geschichte der Region dokumentiert und öffentlich gemacht hatte und bis gestern ein unverzichtbarer Bestandteil des Museums war. Doris Drude, die vor mehr als 10 Jahren einmal durch ein ABM-Projekt ins Museum kam, hinterlässt unbestritten große Fußspuren.

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