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Einheitsgemeinde Gerstungen
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Ortsteil LAUCHRÖDEN
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Mo 28.09.2015 15:57

Facebook - immer ein soziales Netzwerk?


Die derzeitige Flüchtlingsproblematik, der Brand eines leer stehenden Wohnhauses, welches angeblich als Flüchtlingsunterkunft angeboten wurde, und die umstrittene Interpretation eines Bildes im Untersuhler Kirmesumzug sorgten für eine in großen Teilen nicht hinnehmbare Aktion (Shitstorm) auf der Gerstunger Facebook-Seite, welcher meines Erachtens gezielt ausgelöst wurde.
Was sich dann in kürzester Zeit entwickelt hat und im Internet weltweit zu lesen war, hat mit einem sozialen Netzwerk absolut nichts mehr zu tun. Das war "unterste Schublade", extremistisch, beleidigend und ehrabschneidend. Dabei geht es gewiss nicht um Angriffe auf den Bürgermeister, der muss bekanntermaßen mit viel Unsachlichkeit und Lügen leben.
Im vorliegenden Fall wurde Hass gegen einen Verein, eine Familie, bis hin zu ganz Gerstungen und den neuen Bundesländern geschürt, was meines Erachtens teilweise den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt.
Facebook-Nutzer aus ganz Deutschland, die nicht wissen, wo unsere Gemeinde geographisch liegt, geschweige denn Gerstungen kennen, haben sich als Richter aufgespielt und das Ansehen der Bürger vollmundig auf abscheuliche Art verunglimpft.
Sprüche wie:
• zieht die Mauer wieder hoch
• Nazikaff bleibt Nazikaff
• Idioten
• Einheitsgemeinde bedeutet so viel wie einheitlich braun oder zumindest blöd
• ekelhaftes Gesocks
• brennt das Dorf einfach nieder
• die stellen A. Hitler und E. Braun dar
• usw.

verdeutlichen die negative Energie dieses "Shitstorms".

Um weiteren Schaden von der Gemeinde Gerstungen abzuwenden, habe ich zunächst veranlasst, dass die scheußlichsten Kommentare entfernt wurden und einige Funktionen unserer Facebook-Seite zeitlich begrenzt nicht nutzbar sind.
Es wäre bedauerlich, wenn auf Grund fehlender Sachlichkeit von einigen Wenigen die Möglichkeit der Information über und des Dialoges innerhalb Gerstungens durch Schließung der kompletten Facebook-Seite genommen wird.

Was sich der/die Initiator/in/nen mit der Aktion versprochen hat bzw. haben, wird sicher für mehr als 99 % der Gerstunger Bürger unklar bleiben. Auf alle Fälle war dies ein "Bärendienst" in Bezug auf das Ansehen der Gemeinde Gerstungen. Vor einer Instrumentalisierung gewisser Facebook-Gruppen sollte man sich umfangreich informieren. Dies ist hier ausdrücklich nicht geschehen.

Kritik ist gut und muss sein, sie darf nur kein Hass werden, denn dann wird aus einem sozialen Netzwerk eine Waffe.

Werner Hartung
Bürgermeister

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