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Do 05.07.2012 07:00

Doppelte Abwassergebühr 2026?

Das Land Thüringen fährt seine Fördermittel für die Beseitigung von Schmutzwasser drastisch zurück. Gerstungen ist betroffen. Neue Vorhaben müssen über Gebühren oder Kredite bezahlt werden


Gerstungen. Mit immer weniger Fördermitteln beteiligt sich künftig das Land Thüringen an Vorhaben der Abwasserbeseitigung. Dies ließ jüngst das Umweltministerium auf den Gothaer Beitrags- und Gebührentagen wissen. Darauf reagierte die Gerstunger Werkleitung und befasste sich mit den Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf das Abwasserbeseitigungskonzept der Gemeinde.

Dort ist vorgesehen, dass ein Drittel der Investitionen über Fördermittel bezahlt werden soll. Und das bis 2025. Doch nun muss von weniger Geld ausgegangen werden. Unterm Strich müssen künftig alle Vorhaben fast nur noch über Gebühreneinnahmen und Kredite gestemmt werden. Das bedeutet eine höhere Belastung für die Bürger.

Im Gemeinderat wurden nun verschiedene Varianten vorgestellt, wie künftig die Abwasserbeseitigung weiter ausgebaut werden kann. Rund die Hälfte der Bürger ist mittlerweile an die Kläranlage angeschlossen. Der Aufwand für weitere Investitionen wäre nicht unbeachtlich, mehr als bisher, da die Entfernungen zunehmen.

Der Anschluss ist aber nicht zwingend notwendig. Dann allerdings ist für das Grundstück eine vollbiologische Kläranlage erforderlich. Die bezahlt der Eigentümer und muss dabei tief in die Geldtasche greifen. Gerstungens Werkleiter Ulf Frank stellte verschiedene Möglichkeiten vor, wie man künftig verfahren kann.

Wird das Abwasserbeseitigungskonzept wie geplant umgesetzt, verdoppeln sich die Gebühren im Zeitraum von 2026 bis 2029.

Bereits jetzt schon bemüht sich die Gemeinde, bei Investitionen behutsam die Kosten im Rahmen zu halten. Das ist durch geringere Rohrdurchmesser oder die Sanierung mit sogenannten Inlinern möglich.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Vorhaben des Konzeptes bis auf das Jahr 2030 mit oder ohne Kreditaufnahme zu strecken. Will man die Gebühren weitgehend erhalten und die Schulden abbauen, kann bei den Investitionen nur noch das Nötigste erfolgen. Gravierend allerdings wäre dabei, dass die noch nicht angeschlossenen 900 Grundstücke eine Vollbiologie-Kleinkläranlage errichten müssen.

Bürgermeister Werner Hartung (pl) will nach der Sommerpause die Varianten im Gemeinderat und auch mit den Bürgern öffentlich diskutieren.


Von Heiko Kleinschmidt

Quelle: TA vom 28.06.2012

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