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Di 29.11.2011 07:45

Kläranlage in Gerstungen wird modernisiert

Werkleiter Ulf Frank vor dem Klärbehälter. Nach dem dem Anschluss von Sallmannshausen und Lauchröden wird jetzt ein weiterer Reaktor gebaut. Foto: Sascha Willms Kapazität verdoppelt sich nahezu, zwei Becken für Klärschlamm und ein weiterer Reaktor kommen hinzu. Fertigstellung ist für 2013 geplant

Gerstungen. Seit 2000 ist die Kläranlage in Gerstungen in Betrieb. Die anfängliche Nervosität angesichts des Mammutprojekts ist Zuversicht geworden, denn der Eigenbetrieb ist ein Erfolgsmodell. Bis Mitte nächsten Jahres fließen rund 2,75 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Anlage, die Arbeiten haben bereits begonnen.

Damit wird die Kapazität von derzeit 4500 Einwohnergleichwerten auf 8000 steigen. Neben Gerstungen leiten Neustädt und Sallmannshausen ihre Abwässer in die Kläranlage hinter dem Gewerbegebiet, und mit der Eingemeindung 2004 kam Lauchröden dazu. »Wir haben es durchgerechnet, die Erweiterung ist die günstigste Lösung«, so Ulf Frank, Werkleiter der Gemeindewerke. Schließlich liegt auf der halben Strecke bereits eine Druckleitung.

Die Kläranlage erhält einen weiteren großen Betonbehälter einen sogenannten Reaktor. Doch nicht nur das. Westlich kommen zwei Klärschlamm-Vererdungsbecken dazu, erklärt Frank weiter. Bisher wurden die Rückstände des Klärprozesses bis zu viermal im Jahr maschinell getrocknet, bevor sie mit den Landwirten aufs Feld kamen. Das kostet die Gemeindewerke viel Geld.

In den neuen Schilfbeeten trocknen die Rückstände von alleine und das für eine Zeit von acht bis zehn Jahren. »Wir waren der kleinste Eigenversorger in Thüringen und lange Zeit dabei auch der günstigste«, so Bürgermeister Werner Hartung (SPD/FW) stolz. Mit der Investition werden die Gebühren leicht steigen, gehören aber immer noch zu den moderateren im Freistaat, so Hartung.

Außerdem pflege die Kommune hier aktiven Umweltschutz, »wir verdünnen die versalzene Werra mit sauberem Wasser«. Seit dem ersten Tag funktioniere der Klärprozess hier so gut, dass die Kontrollbehörden sich schon vor Ort vergewisserten, ob die Werte auch stimmen, erklärt der Werkleiter. Künftig sollen die Erfahrungen der Gerstunger auch der Kläranlage in Marksuhl zugutekommen. Ein entsprechender Betreibervertrag wurde abgeschlossen.


Quelle: Thüringer Allgemeine vom 29.11.2011

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