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Do 01.09.2011 14:16

Eine Ära geht zu Ende - Der letzte Zivi beendet seinen Dienst

Die Bauhofleute mit Fabian Mirtschink, dem letzten ZiviDer letzte Zivi hat am 31. August 2011 seinen Dienst beendet.
Damit geht nach über 20 Jahren eine Zeit zu Ende, in der viele junge Männer mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zum Wohl der Gemeinde Gerstungen und damit der Gemeinschaft geleistet haben.
Die Geschichte des Zivildienstes in unserer Gemeinde ist eine Erfolgsgeschichte.

Begonnen hat der zivile Einsatz von Wehrpflichtigen bereits Mitte 1990 nach der Auflösung der Nationalen Volksarmee. An die Gesetzlichkeiten des damaligen Zivildienstes in den Altbundesländern angelehnt, kamen die ersten ehemaligen NVA-Soldaten zu uns, um ihren "Dienst" in der Heimat zu beenden.


Fabian Mirtschink war der letzte Zivildienstleistende in der Gemeinde Gerstungen
Wie alle "Zivis" wurden sie vorrangig im Grünbereich und Umweltschutz eingesetzt. Zunächst hatten wir nur drei Zivildienstplätze, aber nach Gründung der VG Gerstungen konnten auch in Lauchröden und Oberellen Einsatzstellen geschaffen werden.

Unsere Zivildienstplätze waren bei den jungen Männern aus Gerstungen und der Umgebung heiß begehrt, so dass im Laufe der Jahre über 100 hier ihren Dienst ableisteten.
Allen sei von hier aus ein Gruß und ein herzlicher Dank ausgesprochen!

Ohne den Einsatz wären viele Dinge nicht durchführbar gewesen. Aber auch die Zivis haben so manches fürs Leben gelernt und Einblick in die Aufgaben der Gemeinde und des gemeindlichen Bauhofs bekommen. Viele der Ehemaligen besuchen ihre Einsatzstätte gelegentlich auch nach Jahren noch. Das zeigt doch das gute Verhältnis zur Stammbesatzung. Sogar ein Ausbildungsverhältnis hat sich aus dem Zivildienst heraus entwickelt.

Die Beschäftigung von Zivildienstleistenden hat für unseren Heimatort nachhaltig viel Positives gebracht. Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht kam zum 30.06.2011 auch das Aus für den Zivildienst. Seit diesem Tag ist keine Einberufung mehr möglich. Das hat für die gemeinnützige Arbeit in der Gemeinde, genauso wie in vielen anderen Bereichen, negative Folgen. Insbesondere im Umweltschutz und der Grünanlagenpflege werden die Zivis fehlen.

Abhilfe soll der neu eingeführte Bundesfreiwilligendienst schaffen.
Hier können sich ab sofort Frauen und Männer jeden Alters gemeinnützig engagieren. Für die Tätigkeit wird ein Taschengeld von 330 € pro Monat gewährt (bei Vollzeit).

Momentan werden in der Gemeinde Gerstungen nur Freiwillige für den Grünbereich gesucht, aber auch andere Einsatzgebiete sind zukünftig denkbar. Wer sich auf diesem Weg gemeinnützig einbringen will, kann sich ab dem 5. Oktober 2011 in der Gemeindeverwaltung Gerstungen melden (bei S. Hartung, Tel. 036922-24533). Der frühestmögliche Beginn wäre der 1.November 2011. Nähere Informationen findet man unter www.bundesfreiwilligendienst.de.

Sylvia Hartung
Hauptamtsleiterin und bisherige Zivildienstbeauftragte

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