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Fr 13.05.2011 08:00

Der Keltenfürst lädt ins Werratalmuseum ein...

Keltenfürst Der Keltenfürst vom Glauberg ist seit der Neueröffnung am 6. Mai des Museums "Keltenwelt am Glauberg" in der Wetterau in Hessen samt der weiteren interessanten Funde dieses Siedlungsberges im Vogelsbergkreis zu bestaunen.

Die Originalnachbildung des Keltenfürsten befindet sich dank des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege als Leihgabe noch bis zum Ende des Monates im Werratalmuseum Gerstungen.
Die Museumsleiterin lädt zu den täglichen Öffnungszeiten von 14.00 - 17.00 Uhr herzlich ein.

Der Glauberg ist ein weithin sichtbarer, langgestreckter Höhenrücken und letzter Basaltausläufer des Vogelsbergs am Ostrand der Wetterau in Hessen.
Zu vielen Zeiten hatte dieser Berg Bedeutung für die Menschen. Schon in der Jungsteinzeit ließen sich am Berg Siedler nieder. Am Ende der Bronzezeit wurde das Bergplateau erstmals befestigt. Seine größte Blütezeit hatte der Berg in der Eisenzeit, als hier eine große umwehrte Siedlung sowie ein heiliger Bezirk mit Grabhügeln und Kultplätzen bestand. Aber auch Spuren aus dem frühen und hohen Mittelalter sind am Glauberg zu entdecken: In alamannischer und fränkischer Zeit war das Plateau besiedelt und befestigt; im 12./13. Jahrhundert wurde die staufische Reichsburg Glauburg (Glouburgh) erbaut, deren Überreste noch gut sichtbar sind. Und schließlich sind auch neuzeitliche Spuren am Glauberg zu entdecken: Überreste von Weinbergsmauern, durch die Grafen von Stolberg-Gedern im 18. Jahrhundert angelegt, bezeugen die naturräumlich bevorzugte Lage dieses geschichtsträchtigen Ortes.

Statue "Keltenfürst"
In einem Graben bei Grabhügel 1 kam der wohl bekannteste Fund am Glauberg zutage: die lebensgroße (1,86 m!) Sandsteinstatue eines keltischen Herrschers. Viele Details sind an der guterhaltenen Figur zu entdecken - lediglich die Füße sind abgebrochen. Der dargestellte, wohl bärtige Mann trägt einen Halsring, einen Arm- und einen Fingerring. An seiner rechten Seite ist ein Schwert in einer Schwertscheide zu erkennen. Den Oberkörper bedeckt ein Panzer aus Leinen oder Leder. In der linken Hand hält die Figur einen Schild. Die andere Hand liegt auf der Brust … eine spezielle Geste, deren genaue Bedeutung heute nicht mehr zu ermitteln ist. Auffällig ist die Kopfbedeckung: eine Kappe mit blattartigen Aufsätzen. Diese werden als übergroße Mistelblätter gedeutet, die für die Kelten eine besondere - heilige - Bedeutung gehabt haben müssen.
Interessant ist, dass fast alle an der Statue dargestellten "Accessoires" in ähnlicher Form in Grab 1 vom Glauberg gefunden wurden: der Schmuck, die Waffen und sogar die Blattkappe beziehungsweise -krone!
Infos: www.keltenwelt-glauberg.de

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