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Einheitsgemeinde Gerstungen
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Ortsteil LAUCHRÖDEN
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Do 23.12.2010 10:00

Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2010

Werte Bürgerinnen und Bürger,
eigentlich wollten wir zum jetzigen Zeitpunkt noch an unserem umfangreichen Bauvorhaben in der Gemeinde Gerstungen arbeiten. Aber das Wetter hat uns zumindest bei den Tiefbauarbeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hier müssen wir auf frostfreies Wetter warten, wenn nötig bis zum Frühjahr, ehe die Arbeiten fortgesetzt werden können.
Als wir im Januar den Haushalt für das Jahr 2010 beschlossen haben, standen geplante 10.320.000 € an Investitionen zu Buche. Nicht alles, was wir uns damals vorgenommen haben, konnten wir im zurückliegenden Jahr umsetzen. Entweder fehlten die notwendigen Fördermittel oder auch wie im Fall "Schlosshof Gerstungen" konnten die Aufträge wegen absoluter Überteuerung der Angebote und damit fehlender finanzieller Mittel nicht in Auftrag gegeben werden. Die somit erfolgte Aussetzung der Realisierung einiger Investitionen war notwendig, um unseren Prozess des Abbaus unrentierlicher Kredite im Rahmen einer soliden Haushaltsführung fortzusetzen.
Trotzdem wurden im Jahr 2010 umfangreiche Investitionen zum Wohl unserer Bürger in allen Ortsteilen umgesetzt. Wir haben vor allem mit den Investitionen der Dorferneuerung und den Maßnahmen der Städtebauförderung weitgehende Verbesserungen des gemeindlichen Lebens erzielen können.
Da jedoch nicht in allen Ortsteilen Förderprogramme nutzbar waren, stand vor den kommunalen Entscheidungsträgern die Aufgabe, auch diese angemessen mit Investitionen zu bedienen. Die Neugestaltung der Parkanlagen in Unterellen und Sallmannshausen, die Erneuerung der Wingmich-Verrohrung in Unterellen oder auch der An- und Umbau bzw. die Sanierung der "Alten Schule" in Oberellen zum Feuerwehrobjekt und zu einer "Bürgerbegegnungsstätte" dokumentieren diese Strategie eindrucksvoll. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Entscheidungen der Gemeinderäte hierbei wiederum mit dem notwendigen Weitblick getroffen wurden und es keine egoistischen Kampfabstimmungen zu Gunsten einzelner und damit zu Lasten der Gemeinschaft gab.

Liebe Gerstungerinnen und Gerstunger,
wenn wir zum auslaufenden Jahr 2010 ein Resümee ziehen, dann darf man keinesfalls die Ereignisse des Pfingstwochenendes vergessen. Unser Bademeister Stephan Rudloff hat unsere Gemeinde in hervorragender Weise beim MDR-Triathlon vertreten. Zusammen mit zwei MDR-Moderatoren (Susann Reichenbach und Michael Hesse) und dem vielfachen Weltmeister und Olympiasieger Andre Lange hat er für unser Schwimmbad eine Breitwellenrutsche erkämpft, die wir im Sommer gebührend einweihen konnten.
Aber auch für mich persönlich gab es im Jahr 2010 ein bedeutendes Ereignis. Nach dem sehr knappen Wahlerfolg im Jahr 2004 stand erneut die Bürgermeisterwahl an.
Das Ergebnis von 76,1 % der abgegebenen Stimmen zu meinen Gunsten war traumhaft und dokumentiert nicht nur meine, sondern auch die sehr gute Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Verwaltung und natürlich auch das "politische Händchen" all unserer Abgeordneten.
Im jetzt scheidenden Jahr gab es auch noch viele andere Höhepunkte. Nach der überaus erfolgreichen Festwoche zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung im vergangen Jahr konnten wir gemeinsam mit unseren Nachbarn Wildeck, Berka/Werra, Dippach, Dankmarshausen und Großensee am 3. Oktober den 20. Jahrestag der Deutschen Einheit im Werratal würdig begehen.
Aber auch die sehr niveauvollen Aufführungen unserer Theatergruppen und der Karnevalsvereine, das Brandenburgfest und die vielen Veranstaltungen und Feste unserer gemeinnützigen Vereine in fast allen Ortsteilen müssen an dieser Stelle genannt werden. Auch hier haben die Verantwortlichen hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet, denen unser aller Dank gebührt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
vor uns allen steht die spannende Frage: "Was bringt uns das neue Jahr, das Jahr 2011?". Aus meiner Sicht möchte ich die Frage soweit wie mir möglich beantworten.
Bei den Investitionen geht es vor allem darum, all das erstmal fertig zu stellen, was angefangen wurde. Von herausragender Bedeutung ist hierbei unser Marktplatz im Kernort zu nennen, der mit einem angemessenen Fest im Sommer seiner vollen Nutzung übergeben werden soll. Wie geplant, sollen aber auch weitere Straßen in Lauchröden, Neustädt und Gerstungen grundhaft ausgebaut und noch nicht begonnene Maßnahmen aus dem Haushaltsplan 2010 aufgegriffen und realisiert werden.
Ohne dem Gemeinderat vorgreifen zu wollen, wird es auch im Jahr 2011 wieder einen Haushaltsplan und einen Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes geben, welche durch viele Investitionen geprägt sein werden. Eine der größten und sicher auch wichtigsten Investitionen soll ab kommendem Jahr realisiert werden. Mit dem 3 Mio. Euro teueren Bau des Wohn- und Geschäftshauses "Spitze" zwischen Wilhelmstraße, Bahnhofstraße und Wildeckstraße wird unsere Gemeinde ihren Bürgern viele zusätzlichen Dienstleistungen, vor allem im medizinischen Bereich anbieten können. Durch die Gemeinderäte wurden alle notwendigen Beschlüsse gefasst und auch die Finanzierung wurde bereits über den Nachtragshaushalt 2010 gesichert.
Sobald die potentiellen Mieter die abgestimmten Verträge unterschrieben haben, können weitere Leistungen hierzu in Auftrag gegeben werden. Geplant ist, dass der Abbruch der alten nicht mehr nutzbaren Gebäude auf dem Baugrundstück noch im Winter erfolgt, damit im Frühjahr mit dem Neubau begonnen werden kann. Wenn alles so klappt, was sicher die überwältigende Mehrheit aller Gerstunger Bürger hofft, werden wir ab Mitte 2012 ein Dienstleistungszentrum besitzen, welches nicht nur örtliche, sondern auch überregionale Bedürfnisse abdeckt.
Trotz all der optimistischen Planungen der Gemeinde Gerstungen gibt es in der Zukunft auch neue Probleme, die es zu meistern gilt. So müssen wir uns darauf einstellen, dass nur noch eine kurze Zeit Zivildienstleistende für unsere Gemeinde zur Verfügung stehen. Durch die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht ist auch der Wehrersatzdienst hinfällig. Eine Aufstockung der Bauhöfe als Kapazitätsausgleich für die Zivis kann und wird es aus Kostengründen nicht geben können.
Auch wird sich einiges zur Finanzausstattung der Kommunen ändern. Durch das kürzlich beschlossene Finanzausgleichsgesetz werden die Städte und Gemeinden regelrecht genötigt, die Steuerhebesätze zu erhöhen. Dies wird voraussichtlich noch 2011 der Fall sein müssen, damit wir zukünftig wenigstens unsere Pflichtaufgaben erfüllen können.
Für die kommenden Jahre muss auch weiterhin die Sicherung unseres Trinkwassers als zentrale Aufgabe bestehen bleiben, da das Unternehmen K + S trotz der gravierenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt bereits jetzt umfangreiche neue Laugenversenkungen beantragt hat.
Unabhängig von den vor uns stehenden Problemen sollten wir jedoch durchaus optimistisch in die Zukunft schauen.

Liebe Gerstungerinnen und Gerstunger aller Ortsteile,
für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen auch im Namen der Ortsteilbürgermeister, der Gemeinderäte und unserer Verwaltung alles erdenklich Gute. Diese Wünsche verknüpfe ich mit der Hoffnung auf eine weitere aktive Zusammenarbeit vieler Bürger unserer Gemeinde im kommenden Jahr.

Ihr Bürgermeister

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