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Mi 01.10.2008 11:59

Pressemitteilung der Gemeinde Gerstungen zum abgesagten Tiefenmonitoring durch das Thüringer Landesbergamt

Gemeinde Gerstungen fordert unverzügliche Beprobung und
Offenlegung der vorläufigen Daten


Die Beobachtungsbohrung Gerstungen 1/2008 sollte der Überprüfung des Austritts von Lauge im Rahmen der Versenkung durch K + S dienen (Tiefenmonitoring).

Gefordert wurde diese Bohrung nach der Vorlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen durch die Gemeinde Gerstungen, das bereits eine Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung durch die bisherige Laugenversenkung stattfand.

Die Bohrung wurde bereits Ende August 2008 fertig gestellt. Als Termin für die "offizielle" behördliche Messung wurde der 29.09.2008 festgelegt.

Am 24.09.2008 erhielt die Gemeinde Gerstungen die Mitteilung, dass die Messung verschoben werden muss. Zur Begründung wurde angegeben, dass die Bohrstelle sich erst beruhigen muss.

Tatsächlich war für die notwendige Beruhigung bereits vor und auch nach der Fertigstellung der Bohrung ein Zeitraum von einem Monat eingeplant - mithin sollte der ursprüngliche Termin 29.09.2008 auch im Hinblick auf die Beruhigungsphase der Bohrung stattfinden.

Mit Schreiben des von der Gemeinde beauftragten Rechtsanwalts Reitinger vom 25.09.2008 wurde das Landesbergamt zur unverzüglichen Übersendung der bisherigen Messergebnisse aufgefordert. Am 30.09.2008 wurde diese Aufforderung wiederholt - bisher trotz entsprechender vorheriger Zusicherung ohne Antwort.

Gleichzeitig wurde durch den Rechtsanwalt darauf hingewiesen, dass die Bohrung im krassen Gegensatz zu den sonstigen Gepflogenheiten nicht gesichert ist und einer Manipulation Tür und Tor geöffnet sei.

Die Gemeinde Gerstungen geht jedoch davon aus, dass die Verschiebung der behördlichen Messung nicht einer weiteren Beruhigung des Bohrlochs, sondern einzig und alleine der internen Bekanntgabe der Auswertung der vorläufigen Messungen von K + S geschuldet ist.

Offensichtlich bestätigen diese vorläufigen Messergebnisse die Ansicht der Gemeinde Gerstungen zur Beeinträchtigung des Grund- und Trinkwassers durch die Versenklauge - die Geheimhaltung der vorläufigen Messdaten lässt keinen anderen Schluss zu.

Die Gemeinde Gerstungen verurteilt die Verzögerungstaktik und fordert eine unverzügliche behördliche Beprobung sowie die Übergabe aller bisherigen Messergebnisse, auch wenn den Befürwortern der Kalilaugenversenkung diese Ergebnisse nicht gefallen.

Hartung
Bürgermeister

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