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Do 31.07.2008 11:00

Besuch aus der französischen Partnergemeinde Cléder

Großer Bahnhof am Feierl. Enthüllung d.Stele (li.)&Benennung des Dorfplatzes in Lauchröden. Von links: Werner Hartung, Bürgermeister v. Gerstungen, Pierre Herry, President de Comitée de Jumelage in Cléder, Gerd Borchardt, Ortsbürgerm.v. Lauchröden,Helmut Schmidt BGM HerlPünktlich mit dem Glockenschlag der Burgkirche um 19 Uhr konnten die Herleshäuser und Lauchröder am Freitagabend (25.07.) ihre Gäste aus der Partnergemeinde Cléder im Empfang nehmen. Herzlich war die Begrüßung der Bretonen nicht nur durch die Gastgeber, sondern auch durch die zahlreich erschienenen Freunde der Verschwisterung.

In den Begrüßungsworten wurde nicht nur an die schon seit über 40 Jahre bestehende Verbindung und an deren "Gründungsväter" Bgm. Ludwig Fehr und Bgm. Yves Berthevas gedacht sondern auch an die politische Veränderung in Cléder in diesem Jahr. Jean-Luc Uguen schied als Bürgermeister aus, sein Nachfolger Gérard Daniélou (seit März im Amt) wurde herzlich von den Anwesenden begrüßt. Auch der neue Bürgermeister fühlt sich der Partnerschaft mit den Werragemeinden eng verbunden Er hat das Herleshausen und Lauchröden schon oft besucht und war dabei, als 1964 die erste Schülerdelegation aus Cléder nach Herleshausen kam.
Bei kühlen Getränken, Klängen von den Jagdhornbläsern und einem kleinen Gastgeschenk (gefertigt von Bewohnern des Margot-von-Schutzbar-Stiftes, Wommen) waren die Sprachbarrieren schnell überwunden und man freute sich gemeinsam auf die kommenden Tage, ehe man sich in die Gastfamilien verabschiedete.

Der Samstagvormittag (26.07.) stand zur freien Verfügung und wurde genutzt, um sich von der zweitägigen Fahrt zu erholen, um Freunde zu besuchen, einen Einkaufsbummel zu machen oder Sehenswertes in der näheren Umgebung zu entdecken. Am Nachmittag hatte dann der Ortschaftsrat Lauchröden zu einem Rundgang eingeladen, der in den "offiziellen" Abend überging. Hierüber berichtete die Redakteurin M. Gebhardt sowohl in der TA-Eisenach, als auch für die TLZ-Eisenach folgendes (redaktionell geringfügig geändert):

Neues Kapitel auf "Place de Cléder"
Freundschaft mit Stele und Namen bekräftigt

Über 100 Lauchröder, Herleshäuser und französische Gäste konnten am Sonnabend die Enthüllung der an den 15. Jahrestag des Bestehens der Freundschaft zwischen Cléder und Lauchröden und die damit einhergehende Namensgebung des Platzes am Dorfgemeinschaftshaus in "Place de Cléder" erleben. Unter den 41 französischen Gästen befanden sich auch acht Schüler, die sich von Herleshausen und Lauchröden begeistert zeigten.

Im vergangenen Jahr bekam die Delegation aus dem Werratal (Herleshausen/Lauchröden) bei ihrem Besuch im bretonischen Cléder die Stele als Gastgeschenk. Günter Fey, Vorsit-zender des Freundschaftsbundes Herleshausen-Cléder-Lauchröden e.V., enthüllte gemein-sam mit Pierre Herry, President du Comitée de Jumelage, unter Beifall und in Anwesenheit aller im Feundschaftsbund integrierten Bürgermeister die Stele auf dem bisher namenlosen Platz. Sie trägt die in der eigenen Sprache des französischen Westens gehaltene Inschrift: AR AOK ATAO, was bedeutet "Immer voran". Darunter ist ein Teil des bretonischen Wap-pens eingraviert. An der rechten Steinkante befinden sich Einkerbungen, die symbolisch für die sieben Heiligen der Bretagne stehen. Das Namensschild für den "Place de Cléder" erin-nert in seiner Gestaltung an die Form, mit der Partnerschaften dokumentiert werden und an den Gedanken eines geeinten Europas.

Ortsbürgermeister Gerd Borchardt erinnerte an die Einweihung der "Round Point de Lauch-röden" in Cléder und schilderte eingangs die Bedeutung des gepflasterten Dorfplatzes und die seit 16 Jahren gedeihende Freundschaftslinde links der St. Martinkirche.

Das vor eineinhalb Jahren verlegte Pflaster auf dem Dorfplatz habe schon einiges erlebt. Hier werden zu besonderen Anlässen Fahnen gehisst, Thüringer Bratwürste gegessen, der Weihnachtsmarkt besucht oder es hängen Ostereier am Baum. Umso positiver sei es, dass der Platz nun einen Ehrennamen erhalte. Die Freude der Lauchröder teilten auch die zahlreich gekommenen Herleshäuser um Bürgermeister Helmut Schmidt. Zwei Dolmetscher sorgten für die Verständigung, was manchmal zu kleinen, und von allen Anwesenden belächelten Missverständnisse führte. Einen Korb mit auserwählten Spezialitäten des Werratals gab Gerstungens Bürgermeister Werner Hartung mit in das ~1.350 Kilometer entfernte Clé-der. "Leider können wir aufgrund der Ferien- und Erntezeit nicht das volle Programm bieten", bedauerte Gerd Borchardt. Doch hatte er noch vor dem gemeinsamen Abendessen im Löwensaal mit der von Vize-Landesmeister Stefan Gräber geleiteten Karate-Gruppe eine Überraschung parat. Mit Cléder verbindet Herleshausen seit 1964 eine Partnerschaft, in die nach der Wende Lauchröden integriert wurde.

Auftakt des abwechslungsreichen Tages war eine Besichtigung der St. Martinskirche mit geschichtlichen Informationen durch Ortschronisten Hans Heuse und einem kurzen Orgelkonzert von Christian Bremer. Ein Ortsrundgang mit Besuch des Feuerwehrgerätehauses und den Räumen des Jugendclubs schloss sich an, der im DGH-Löwensaal endete, wo die Lauchröder Landfrauen die Gäste in traditioneller Tracht mit Kaffee und einem reichhaltigen Kuchenbufett erwarteten.

Ergänzung des FSB:
Nach dem gemeinsamen Abendessen, das allen sehr geschmeckt hat, überreichte Pierre Herry als Gastgeschenk der Mitglieder des Comitée de Jumelage eine künstlerisch gestaltete Schreibtischlampe mit einem Fuß aus "Strandgut", d. h. Steine, Holz und Seile dazu übergaben die zahlreich vertretenen bretonischen Jugendlichen sieben Kartons Rotwein, die beim demnächst anstehenden "Meeting" des FSB die Stimmung und die Erinnerungen an den Besuch der Franzosen mit umfangreicher Bildpräsentation aufwerten werden.
In seiner Begrüßungsrede erinnerte Gérard Daniélou an die lange Freundschaft und den Verdiensten der Gründerväter und versprach, sich in seiner neuen Funktion intensiv um die Pflege des übernommenen Erbes zu bemühen. Als Gastgeschenk der Gemeinde Cléder übergab er ein Bild mit einem Segelschiff, das nun die Amtsstube seines Kollegen in Herleshausen zieren wird. Dazu muss allerdings ein dort vorhandenes Bild aus Cléder in das Amtszimmer des Ortsbürgermeisters von Lauchröden "umziehen".

Zu spätere Stunde machten die französischen Jugendlichen sehr deutlich, dass diese Freundschaft zwischen den Gemeinden nur weiter leben kann, wenn Alt und Jung gemeinsam daran festhalten: Sie konnten jeden zum Tanzen animieren.

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