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Di 19.09.2006 09:00

Müllverbrennungsanlage Heringen- Anlagengegner haben stark gepunktet

Die Erörterung zum geplanten Bau der Müllverbrennungsanlage in Heringen verlief bislang nicht nach den Vorstellungen von K+S , Antragsteller BKB und Genehmigungsbehörde. Nicht nur, das die angesetzte Zeit für die Erörterung bereits einen Tag überschritten ist und mindestens noch am Montag und Dienstag weiter erörtert werden muss verbreitet Unbehagen bei den Befürwortern der Anlage, sondern vielmehr die Tatsache, dass immer mehr Probleme auftauchen, welche den geplanten Bau in Frage stellen.
Von Seiten der Einwender wurde ein ganzer Katalog von Vorbelastungen unserer Natur aufgestellt, welcher bislang nur zum Teil abgearbeitet werden konnte, da die Behörde mehrfach erklärte, dass sie keine Kenntnis oder Unterlagen zu den angesprochenen Altlasten/Vorbelastungen habe. Kommunale Vertreter der Thüringer Gemeinden und Mitglieder der Bürgerinitiative präsentierten daraufhin umfangreiche Untersuchungen und Analysen (welche gerade den Behörden bekannt sein müssten), die dann natürlich für den notwendigen Zündstoff in den folgenden Diskussionen sorgte. Unter Anderem wurde ein Untersuchungsbericht der Thüringer Landesanstalt für Umwelt zu Chemischen Kampfsoffen und Munition, die Kohortenstudie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit zur Krebsbelastung im Kalibergbau, eine Drucksache des Deutschen Bundestages zur Herbizidbelastung des ehemaligen Grenzstreifens und eigene in Auftrag gegebene Analysen ins Feld geführt. Zeitzeugen aus Thüringen und Hessen bekräftigten zum Teil sehr anschaulich die vorgebrachten fundierten Fakten.
Weitere Höhepunkte der vergangenen Woche waren neben der bereits festgestellten höchsten in Hessen gemessenen Belastung des hochgiftigen Schwermetalls Cadmium, die Feststellung, dass es in Heringen um den geplanten Anlagenstandort unterschiedliche (mindestens zwei) Begrenzungen für das Überschwemmungsgebiet gibt. Die für die BKB wesentlich günstigere Variante war in den Antragsunterlagen enthalten und wurde bislang nicht von den Behörden moniert.
Am Montag werden die Erörterungen zu den hochinteressanten Altlasten/Vorbelastungen "Boden" und auch "Wasser" fortgesetzt. Von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr wird der von den Einwendern beauftragte Gutachter zum Thema "Gesundheit" Rede und Antwort stehen. Interessierte Bürger haben die Möglichkeit unter Vorlage des Personalausweises weiterhin an der Erörterung teilzunehmen.

Werner Hartung
Bürgermeister der Gemeinde Gerstungen

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