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Di 05.09.2006 11:50

Eine Hymne auf das Werratal... verfasste eine Heringer Bürgerin

Ein Blick durchs Werratal zum Monte KaliEine Hymne auf das Werratal
Wachet auf, ihr Leute, kommt, hört und seht,
wie´s um uns jetzt und um unsere Zukunft steht!
Kommt, reiht euch ein in unseren Kreis
Folgt eures Gewissens stillem Geheiß.
Und rüttelt wach unsre kleine Stadt,
die zu lange schon geträumt und geschlafen hat!

Spürt ihr nicht auch, dass über Haus und Herd
Schon geisterhaft schwebt das Damokles-Schwert?
Sollte trotz unserm Protest in den Werra-Auen
Man trotzdem das todbringende Heizkraftwerk bauen,
so werden viel unerkannte Gifte und auch Dioxin
in unsichtbaren Schleiern über Feld und Wiesen ziehn,
bis weit hinunter ins Thüringer Land,
das stets wurde "Das grüne Herz Deutschlands" genannt.

Es werden Äcker und Gärten darunter arg leiden,
die seit jeher bescherten viel Erntefreuden.
"Im schönsten Wiesengrunde ist meiner Heimat Haus",
haben oft wir gesungen, doch damit ist Schluss, vorbei und aus.

Und erst die lieben Alten drunten "Beim Gerstenbaum"
Sie träumen dort wohlbehütet den letzten Lebenstraum.
Sie werden still nacheinander verderben
Und eher als gedacht, wohl allesamt sterben.

Das alles macht uns Sorgen, doch eines nicht minder,
das ist die Sorge um die Zukunft unsrer Enkel und Kinder.
Sie sind es, die in Gesundheit sollen schaffen und bauen,
sie setzen in uns ihr volles Vertrauen.
Was werden sie sagen, wenn einst in unsres Tales Gründen
Sie nicht ein Stückchen saub´ren Lebensraum mehr finden?

Und wie wird nächsten unsre gute Werra uns erscheinen?
Könnten die Fische sprechen, sie würden jammern nur und bitter weinen.
Sie, die sich freuten, endlich saubres Wässerlein zu haben,
konnten sie darin sich wieder tummeln doch und laben.
Nun aber wird bald Lauge dahinein gepumpt,
das Wasser wird sein schmutzig, stinkig und verklumpt.
Und es beginnt das große Umwelt-Leiden
Für 700 oder 1000 Jahr, oder in Ewigkeiten.
Im Main wollt´ keiner diese Lauge haben
Nur unsre arme Werra, die soll sie ertragen.

So heben wir zum Himmel Herz und Hände
Und beten, dass Gott noch das Unheil abwende.

Ein großer Dank den Menschen im Thüringer Land.
Wir schließen fester nun das Freundschaftsband,
und stehn zusammen und wir reißen nieder
die Mauern, die uns wollen trennen wieder.
Ihr seid die Bahnbrecher, tatet die ersten Schritte,
wir folgen euch, gehen in eurer Mitte!
Wir kämpfen mit euch, ein für allemal:
"Für ein lebenswertes Werratal".

Maria Kerth, August-Villmar-Str. 8, Heringen

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