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Einheitsgemeinde Gerstungen
Ortsteile: Gerstungen | Lauchröden | Oberellen | Unterellen | Neustädt | Sallmannshausen
Ortsteil LAUCHRÖDEN
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Werraradweg
Werratal-Radweg im Verwaltungsgebiet Gerstungen
Kartenausschnitt aus der spiralgebundenen Radwanderkarte ''Werratal-Radweg'', erschienen bei der Bielefelder Verlagsanstalt, ISBN: 3-87073-241-5, Euro 9,95, erhältlich im Buchhandel.Der Fließrichtung der Werra folgend, fährt der Radtourist zunächst am Dammfuß der Kalibahn entlang, überquert diese alsbald, nachdem der Blick auf einen ausgebaggerten Altarm, nunmehr unter Naturschutz stehend, gefallen ist.

Der Weg fuhrt jetzt, zunächst das frühere gekrümmte Ufer der im vorigen Jahrhundert umgebetteten Werra beschreibend, auf das Dorf Unter suhl zu. Dort, wo ein Bach überquert wird, stand einst die Aumühle. Das Anwesen wurde durch DDR-Grenzmilitär abgerissen. In Untersuhl führt die Fahrtroute an der imposanten Kirche, die ein wehrhafter Turmbau mit hohem monumentalen Dachaufbau ist, vorbei. Schöne Fachwerkhäuser runden das Bild ab.

Nun führt der Radweg am Rand der Werraaue entlang. Nassstellen und Tümpel erinnern auch hier daran, dass die Werra in vielen Bögen durch das Tal mäanderte. Vom eigentlichen Gerstungen hat man zunächst den neueren Teil. Der Rathauspark zur Linken und der alte Friedhof zur Rechten bildet eine schöne Grüninsel mit vielen Laubbäumen. Im alten Ortsteil führt der Weg auf der kürzesten Strecke zur Werrabrücke. In der Löbersgasse hat man einen schönen Blick zum Kirchhügel. Wer mehr von dem alten Burg- und Marktflecken haben will, fährt einen kleinen Umweg über den Markt mit Storchenbrunnen und am Schloss - mit großem Heimatmuseum -, bei der Kirche gelegen, vorbei. Auf der Werrabrücke wende man den Blick zu dem schönen Ensemble Kirche, Schloss und Herrenhaus (Oberförsterei) über dem Wasserspiegel der Werra.

Im Schatten von Alleebäumen fährt man nun in Richtung Osten, hat dabei um sich ausgedehnte Wiesen und alsbald etliche Fischteiche. Der Damm einer stillgelegten Bahnstrecke hemmt die Weiterfahrt. Man hält sich nunmehr nach links und passiert, den Durchlass für das Werrahoch-wasser nutzend, das Hemmnis. Wieder fuhrt der Weg durch Wiesen, bis man alsbald den bewaldeten Rand eines Höhenzuges erreicht. Nun beginnt wohl einer der schönsten Streckenabschnitte. Auf der einen Seite Misch- und Nadelwald, auf der anderen Seite die Werra, die sich fortwährend nähert und entfernt, deren Ufergrün Wiesenflächen säumt, dahinter bewaldete Berge. Im nun folgenden früheren Bauern- und Fischerdorf Sallmannshausen erfreut man sich am neugestalteten Dorfplatz mit Linde und benachbarter Kirche und kann im früheren Fährgasthaus "Zum Schiff' Rast einlegen.

Ab Sallmannshausen ist der Radwanderweg mit einer wenig befahrenen neu asphaltierten Landstraße identisch. In kurzer Zeit erreicht man einen Waldrand, auf der linken Seite blickt man über das von der Ur-Werra geebnete breite Wiesental auf die alten Adelssitze Wommen und Herleshausen, und darüber auf den ausgedehnten Bergrücken, dessen talseitiges Ende die Burgruine Brandenfels trägt (die turmlose Ruise liegt leider im Wald verborgen).

Sobald eine relativ stark ansteigende Serpentine bezwungen wurde, wird die Anstrengung mit einem herrlichen Ausblick auf das Dorf Lauchröden und die dahinter sich erhebende Ruine Brandenburg belohnt. Im Dorf sollte man auf dem Dorfplatz verweilen. Die relativ große gotische Hallenkirche mit massivem - auch den Glockenstuhl umfassenden - Unterteil weist auf bedeutende "Sponsoren" hin. Es waren die Besitzer der Brandenburg und später die Besitzer der adligen Güter im Dorf. Deren Wohnhäuser wurden "Kemenaten" genannt. Eine solche ist noch gegenüber der Kirche erhalten.

Mit freundlichen Gasthäusern und Pensionen hat sich das Dorf auf den Fremdenverkehr eingestellt.
Ob man nun durch eine herrliche Allee nach Herleshausen oder unterhalb der Brandenburg ebenfalls entlang der Werra weiterfährt, in beiden Fällen wird man den imposanten Anblick der Längsseite der Brandenburg haben. Am besten ist es, man besteigt sie. Am Fuße des Burgberges befindet sich ein Rastplatz, von dem man die Ruine auf gut beschilderten Wegen in kurzer Zeit erreichen kann.

Karte:download (radwanderkarte.tif - 4543 kB)
Weiterführende Links:http://www.werratal.de

 

Radwandern im Werratal - Vom Rennsteig (bei Fehrenbach) bis zur Weser (bei Hann.- Münden)
Der Rennsteig im Thüringer Wald verbindet die zwei Werra-Quellen von Fehrenbach und Siegmundsburg, die man vom Bahnhof Eisfeld am besten erreichen kann. Von dort aus geht es abwärts ins Heldburger Land bis Hildburghausen mit einem sehenswerten Renaissance-Stadtkern.
Weiter dann zum Kloster Veßra im Henneberger Land, in dem auf großen Freigelände eine Vielzahl typischer Bauten der fränkischen Gegend zu einem Halt einladen. Über Vachdorf führt der Werratal-Radweg in die weltbekannte Theaterstadt Meiningen, in der Kunst oder Küche (Thüringer
Klöße!) auf den Radler warten. Dann geht es nach Walldorf (Tip für Familien mit Kindern: die Märchenhöhle besuchen.) und um die kuppenreiche Vorder-Rhön nach Wasungen.

In Bad Salzungen beginnen dann die Salzvorkommen, die das Leben unddie Wirtschaft im Werratal nachhaltig geprägt haben. Auskunft darüber gibt das historische Salzunger Gradierwerk. Weiter westlich zieht sich der Radweg durch das Kalibergbau-Revier zwischen Merkers und Heringen - ein Besuch des Kalibergbau-Museums in Heringen ist ein "Muss". Vom "Monte Kali" einer Steinsalzhalde, hat man einen weiten Blick über Rhön und Thüringer Wald.

Dann führt ein Abstecher nach Eisenach am Fuße der Wartburg, Wirkungsstätte von Martin Luther und Geburtsort von Johann Sebastian Bach. Über die Städtchen Creuzburg, Mihla und Treffurt erreicht man mit dem Werratal-Radweg die hessischen Fachwerkperlen Eschwege, Bad-Soden-Allendorf und die Kirschenstadt Witzenhausen, allesamt einen Aufenthalt wert. Am Ziel in Hann.-Münden, laut Alexander von Humboldt - eine der sieben schönsten
Städte der Welt -, kann die Reise nach Lust und Laune über den Weser-Radweg Richtung Meer oder über den Fulda-Radweg ins Hessische Bergland fortgesetzt werden.

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