Aktuelles Gemeindeportrait Rathaus Bürgerservice Wohnen & Wirtschaft Freizeit & Tourismus Bildung & Soziales
Einheitsgemeinde Gerstungen
Ortsteile: Gerstungen | Lauchröden | Oberellen | Unterellen | Neustädt | Sallmannshausen
Ortsteil LAUCHRÖDEN
Gemeindeportrait
Gemeindeportrait
  Lage  
  Statistik  
  Geschichte allgemein  
  Ortsgeschichte  
  Archiv  
  Chronik  
  Histor. Postkarten  
  Wappen  
  Partnergemeinden  
  Partnergemeinden  
  Fotogalerie  
  Anfahrt  
  Ortsplan  
Gemeindeportrait
Die Gemeinde Gerstungen damals und heute
Das Gebiet der heutigen Gemeinde Gerstungen liegt am westlichen Rand des Thüringer Waldes. Ein Gebirgsausläufer, der nach seiner höchsten Erhebung "Böller" heißt, trennt hier das Tal der Werra von dem Tal des Nebenflüsschens Elte. Bereits frühzeitig siedelten an diesen Gewässern Bauern, später dann, begünstigt durch die Nähe bedeutender Handelsstraßen, auch Handwerker und Kaufleute.
Zwischen den hiesigen Siedlungen, aus denen sich dann die Orte Gerstungen, Untersuhl, Neustädt, Sallmannshausen, Lauchröden, Unterellen und Oberellen entwickelten, pflegte man seit jeher enge Beziehungen.

Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es kleinere, zu Fuß gut erreichbare Verwaltungseinrichtungen, deren Aufgabe außerdem die Rechtspflege war. Sie hießen schlicht Amt.

Das Amt Gerstungen, kirchlich die Superintendentur Gerstungen, war als Teil des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach weit ausgedehnt. Neben Gerstungen gehörten auch Untersuhl, Neustädt, Sallmannshausen, Lauchröden und Unterellen dazu.

Das Gebiet des Amtes Gerstungen stammt ursprünglich aus dem Eigentum der fränkischen Könige, war 744 dem Kloster Fulda geschenkt worden und gelangte durch Verpfändung an die Thüringer Landgrafen. Betroffen waren im heutigen Gemeindegebiet die Orte Gerstungen, Untersuhl und Neustädt. Historisch bedeutsam war der am 2.Februar 1074 im Schloss zu Gerstungen geschlossene Friedensvertrag zwischen Kaiser Heinrich IV. und den Sachsen.
Als Amtsgerichtsbezirk Gerstungen existierte die Gebietseinheit noch bis 1948.
Lediglich Oberellen im Eltetal mit seinem Weiler Clausberg und den Einzelsiedlungen Hütschhof und Frommeshof gehörte von den derzeitigen Ortsteilen nicht zum Amt Gerstungen. Dieses Gebiet war eine Enklave des Herzogtums Sachsen-Meiningen.
Der Herrschaftsbereich der Thüringer Landgrafen umfasste auch auf das Gebiet der jetzigen Einheitsgemeinde.
Unter dieser höheren übten die adligen Herren vor Ort die niedere hoheitliche Gewalt aus.

In Oberellen taten dies die Herren von Hanstein, die in dessen um 1600 erbautem Schloss saßen.
Aus ritterlichem Besitz war es im 12. Jahrhundert an das Hauskloster der Thüringer Landgrafen Reinhardtsbrunn und wohl nach dessen Auflösung während der Reformation an das kursächsische Fürstenhaus gekommen.

Die Orte Lauchröden, Unterellen und Sallmannshausen unterstanden bis zur Zeit der Revolution von 1848 nicht direkt dem fürstlichen Amt in Gerstungen. Sie gehörten zum Herrschaftsbereich der Brandenburg und wurden daher "brandenburgische Gerichte" genannt.